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JMRA-Abriss

Markt soll Kaufkraft zurück holen

29.06.2012 | 14:46 Uhr
Markt soll Kaufkraft zurück holen
Unterhalb von Netto (links unten gerade noch sichtbar) sollen Drogerie- oder Getränkemarkt, 92 Parkplätze sowie ein Lebensmittelmarkt mit 1800 qm Verkaufsfläche (rechts im Bild) entstehen. Plan: Rudolf Kräling Grundstücksgesellschaft mbH

Altena. Wenn alles gut läuft, könnte das neue Nahversorgungszentrum in der Rahmede Ende 2014 öffnen. Das rund 7500 Quadratmeter große Gelände der ehemaligen JMRA ist verkauft. Investor Kräling steht mit vier potenziellen Nutzern in Verhandlungen.

Gemeinsam mit JMRA-Geschäftsführer Matthias Rentrop informierte Geschäftsführer Thorsten Kräling heute Morgen über das 5-Millionen-Euro-Projekt. Den Anstoß habe ein Laden-Betreiber gegeben, der sich in Altena ansiedeln wollte, erklärte der Dipl.-Betriebswirt aus Dortmund. Die Grundstücksgesellschaft Kräling bekommt immer wieder Suchaufträge von großen Unternehmen. Und so stieß Kräling auf den großen Komplex in der Rahmede.

Zufriedene Gesichter bei den Geschäftspartnern: JMRA-Geschäftsführer Matthias Rentrop (li.) und Thorsten Kräling haben den Verkauf des 7500 qm großen Areals bereits perfekt gemacht. Foto: Christof Hüls

Gutachter untersuchten sowohl die Verkehrssituation als auch die Marktchancen für einen Lebensmittel-Vollsortimenter an dieser Stelle. Sie stellten fest, wie Kräling formuliert: „Altena ist sehr discounterlastig.“ Matthias Rentrop ergänzt, dass die Fachleute ein großes Potenzial an „Kaufkraft-Rückbindung“ sehen - eben weil bisher auch aus dem Lebensmittelbereich viel Kaufkraft in umliegende Städte abfließt.

Zunächst muss die Stadt Flächennutzungs- und Bebauungspläne ändern. Im Idealfall, so hofft Kräling, sei das Mitte 2013 über die Bühne. Er rechnet ein halbes Jahr für den Abbuch der alten Nadelfabrik und sechs bis acht Monate Bauzeit für die neuen Gebäude.

„Einmal aussteigen und alles einkaufen“

Nachdem die Discounterwelle so langsam fast jedes Dorf erreicht hat, rüsten Edeka & Rewe mit größeren Lebensmittelmärkten nach. Namen will Kräling nicht nennen. Doch es gebe sowohl für den Supermarkt als auch für den auf ca. 600 qm ausgelegten Drogeriemarkt Interessenten. Der - oder alternativ ein Getränkemarkt - soll Wand an Wand mit den Netto-Markt entstehen. Auf dem älteren Teil des Firmenkomplexes würden nach jetzigem Stand 92 Parkplätze entstehen. Am unteren Ende soll dann der Supermarkt mit seinen 1800 qm hochgezogen werden. Ein solches Ladentrio liegt genau im Trend. „Einmal aussteigen und alles einkaufen“ liege im Trend, versichert Thorsten Kräling.

Von Christof Hüls

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