Groß-Investition in der Rahmede – JMRA soll Einkaufszentrum weichen
25.06.2012 | 20:38 Uhr 2012-06-25T20:38:00+0200
Altena. Die JMRA soll einem Einkaufsmarkt weichen: Unmittelbar neben dem Netto-Markt sollen ein Lebensmittel-Vollsortimenter mit 1800 qm Größe sowie ein Drogerie- oder Getränkemarkt entstehen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung berät die Pläne am kommenden Montag.
Die Stadt bereitet die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes vor und scheint grundsätzlich keine Bedenken zu hegen.
Die Stadtverwaltung nennt zumindest den Investor mit Namen: Die Dortmunder Rudolf Krähling Grundstücksgesellschaft aus Dortmund. Welche Kette sich auf der Fläche zwischen Rahmede- und Südstraße niederlassen will, wird nicht gesagt. Krähling plant auf dem Gelände Rahmedestraße 31 bis 45 ein „Nahversorgungszentrum“, so der offizielle Begriff. Das unterstreicht den Charakter des Einzugsgebietes, das allenfalls marginal Kaufkraft aus der Innenstadt abzieht.
Er liegt damit im Bereich beispielsweise neuer Rewe-Märkte. Der Handel kämpft um Standorte. Rewe eröffnete im Jahr 2010 rund 240 neue Lebensmittel-Märkte. Edeka kündigte an, jährlich 1 Milliarde Euro in die Modernisierung und Erweiterung seines Filialnetzes investieren zu wollen.
Vor neun Jahren Plus eröffnet
Schon vor zehn Jahren, als der Globus gerade neu eröffnet hatte, war das JMRA-Gelände in den Fokus von Investoren gekommen. Die „Plus“ stritt damals Interesse am Standort Altena ab. Doch bereits ein Jahr später eröffnete die Tengelmann-Tochter den neuen Discounter, der heute zu „Netto“ gehört.
Zum Geschäftsmodell gehört, dass nicht der Konzern, sondern Investoren bauen und die Immobilie dann verpachten. Edeka & Co. wiederum suchen sich lokale Partner, die den Laden auf ihre Rechnung betreiben.
01:29
Da wird über, von externen Investoren, wiederentdeckte Kaufkraft geschrieben, worauf begründet? Wo sind den die Schuhläden, die Modegeschäfte, die Läden für Haushaltswaren und Heimtextilien geblieben, haben die alle wegen des Stresses der Übernachfrage zugemacht? Schon vergessen wie das mit dem China- Restaurant war, kam da nicht auch so ein externer Investor der den "unterversorgten Markt" in Altena mit Wettbewerb beleben wollte? Wenn ich mich recht entsinne, war`s dann für keinen der beiden mehr tragbar und es haben beide geschlossen.
Ich sehe schon das Szenario wenn die Gäste durch das Tor zur Innenstadt (als solches ist das Stapelcenter doch wohl geplant) schreiten und an all den , wegen Leerstand, abgeklebten Schaufenster und Ausstellungsflächen vorbei, ist sicher eine Touristenattraktion.
Stoppt den Wahnsinn unsere Fußgängerzone/ Stadtmitte weiter auszubluten, fordert und fördert die Ansiedlung von Handel und Gewerbe in der Fußgängerzone!!
01:20
Ich frage mich als besorgter Bürger dieser Stadt, wie einfältig darf man eigentlich sein?
Da werden riesige Anstrengungen gemacht mit Lennepromenade, Burgaufzug und Stadtmarketing um unsere Fußgängerzone wieder zu beleben. Als das Bungerncentrum leer stand, wurden Klimmzüge gemacht und Umbauten durchgeführt um wieder ein Handelshaus in die Räumlichkeiten zu bekommen. Selbst eine Umbenennung war nicht zu viel verlangt. Und jetzt will die Politik tatsächlich zulassen, dass zu dem damals gefundenen Partner, ein Wettbewerb außerhalb der Fußgängerzone, wenn möglich noch mit Fördermitteln, aufgebaut wird. Da wird von Kaufkraftrückgewinnung im Lebensmittelbereich philosophiert, auf welcher Basis frag ich mich. Wir haben die großen drei Lebensmitteldiscounter und ein Handelshaus vor Ort. Wer meint das hier Potenzial liegen bleibt der sollte mal unter der Woche durch den toom-markt gehen, er wird sich nicht über Schlangen an den Kassen beschweren müssen und das liegt sicher nicht am Sortiment
22:22
"Das unterstreicht den Charakter des Einzugsgebietes, das allenfalls marginal Kaufkraft aus der Innenstadt abzieht."
Also ich würde das nicht nur marginal (= nebensächlich) nennen! Dies wird dazu führen, dass noch mehr Ladenlokale in der Innenstadt leer werden.