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Der Geist des Schützenfestes

01.06.2012 | 19:26 Uhr
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Der Geist des Schützenfestes
Mitarbeiter des Bauhofs stellen die Straßenbeschilderung während des Schützenfestes auf

Altena. Wenn am nächsten Wochenende in Altena zig Tausende feiern, stehen Altenas Sicherheitskräfte unter Dauerstress. Seit der Katastrophe bei der Loveparade und dem tödlichen Unfall in Menden gelten drastisch schärfere Sicherheitsmaßnahmen für Großveranstaltungen.

In die Kategorie fällt das Altenaer Schützenfest ohne Zweifel. Allein ins Festzelt dürfen 5000 Gäste gleichzeitig. Die Erfahrungen des letzten Festes lassen auf sehr hohen Füllgrad schließen. Gleichzeitig tummeln sich rundherum Kirmesgäste. Seit Monaten tüfteln Ordnungsamt und Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft an einem von Innenministerium geforderten Sicherheitskonzept. Klaus-Peter Trappe, im Rathaus zuständig für Öffentliche Ordnung, erklärt die grundlegende Fragestellung: „Was könnte passieren oder was ist bei ähnlichen Festen andernorts schon passiert?“ Die Horrorliste beinhaltet u.a. Feuer oder Randale im Festzelt, Unwetter, Stromausfall und Massenpanik. Für jedes Szenario musste das Ordnungsamt ein Maßnahmenbündel schriftlich fixieren. Trappe verweist auf die jahrzehntelange Fest-Erfahrung. Für Vieles gab es schon Pläne, bloß nicht schriftlich fixiert. Andere Maßnahmenpakete ließen sich aus den Konzepten für den Mittelaltermarkt übernehmen. Das Konzept ruht auf drei Säulen.

Im Zelt sorgen bis zu neun Mitarbeiter einer Schwelmer Security-Firma für Einlasskontrolle und Krisenmanagement. Das DRK fährt Krankenwagen und bis zu sieben Helfer auf. Hinzu kommen ständige Brandwachen der Freiwilligen Feuerwehr. Ordnungsamt und Polizei fahren zusätzliche Streifen.

Eine Urlaubssperre musste der Leiter der Altenaer Polizeiwache, Matthias Radtke, nicht verhängen. Aber keiner der Polizeibeamten hat frei oder Urlaub. Radtke freut sich: „Die Kollegen ziehen alle mit.“ Auch im übertragenen Sinn.

Zehn THW-Wagen im Einsatz

Zum Wecken am Donnerstagmorgen ab 5 Uhr fährt das THW zehn Fahrzeuge auf, um die Blaskapellen hinten und vorn zu sichern. Ab 6 Uhr gehen fünf Streifenwagen-Besatzungen an den Start. Nach den Erfahrungen der vergangenen Feste erwartet Matthias Radtke keine außergewöhnlichen Vorkommnisse - trotz des hohen Alkoholverbrauchs. Radtke: „Vielleicht liegt es am Geist des Altenaer Schützenfestes...“

Christof Hüls

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