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Bio-Attacke gegen die Gartenlaubkäfer

17.08.2012 | 19:00 Uhr
Bio-Attacke gegen die Gartenlaubkäfer
17.8.2012: Detlef Gerigk zeigt Larven des GartenlaubkäfersFoto: Barbara Schwetz-Schäfer

Werdohl. Eigentlich war der Rasen im Stadion Riesei bereits frisch gewässert, gedüngt und abgesandet und für die neue Fußballsaison frei gegeben. Dann allerdings entdeckte Platzwart Detlef Gerigk vor ein paar Tagen, was schon im letzten Jahr die Bespielbarkeit des Platzes um Wochen heraus gezögert hatte: Engerlinge des Gartenlaubkäfers.

Diesen Larven rückte er am Donnerstagabend mit einer Fadenwürmermischung zu Leibe. „Die braunen Stellen im Rasen haben mich stutzig gemacht“, sagt Detlef Gerigk und hebt eine Grassode hoch, unter der sich Engerlinge tummeln. Die Larven machen den Fußballern das Leben schwer. „Die Engerlinge fressen die Pflanzenwurzeln. Der Rasen sackt ab und Stolperfallen entstehen“, so Gerigk. Der Rasen musste darum für den Spielbetrieb gesperrt werden.

Zeitgleich wurden bei einer Fachfirma Nematoden (Fadenwürmer) zur Larven-Bekämpfung bestellt. „Sie werden in Wasser aufgelöst und sofort auf den gut durchfeuchteten Rasen aufgebracht. Allerdings darf dies nur bei bedecktem Himmel oder im Schatten erfolgen, weil die Nematoden empfindlich gegen direkte Sonneneinstrahlung sind“, erläutert er.

Fadenwurm frisst Larven

Auch ist es nötig, den Rasen in den kommenden sechs Wochen permanent zu wässern, um das Eindringen der Lösung in den Boden über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten. Ansonsten heißt es abzuwarten und der Natur dahin gehend ihren Lauf zu lassen, dass sich die Nematoden stark vermehren und die Larven auffressen. „Das wird ungefähr sechs Wochen dauern. Dann wird nachgesät und dem Rasen im Anschluss Ruhe gegönnt.“ Wann die Fußballer im Herbst wohl wieder auf ihrem Rasen spielen können, konnte Gerigk noch nicht sagen.

Von Barbara Schwetz-Schäfer



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