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Vier Wohngruppen für Methlers Senioren

14.04.2008 | 15:08 Uhr

Kamen. Pastor Dietmar Hoppe ist angetan von den ersten Plänen für das neue Seniorenwohnprojekt "auf dem Pastoratsfelde" in Methler. In zwei Jahren könnten dort die ersten Senioren in Wohngruppen oder Einzelwohnungen einziehen.

Präsentieren den Plan für das Seniorenprojekt : (v.l.) Architekt Anselm Vedder, Pastor Dietmar Hoppe, Bürgermeister Hermann Hupe, Helmut Blees und Renate Gröper vom Pertheswerk sowie Bernd-Peter Menke und Rainer Heubrock von der WBG. (Bild: Klaus Hartmann)

"Das ganze ist auf einem sehr guten Weg," ist Bürgermeister Hermann Hupe überzeugt. Offen seien noch in paar "Wie-Fragen", beantwortet sei die Frage, ob man dieses Projekt wolle. Auch zu dem "Wie" gibt es bereits einige Antworten, unter anderem von Architekt Anselm Vedder.

Vedder hat die Zweiteilung in barrierefreie Wohnungen für eine oder zwei Personen und ein betreutes Wohnen in Wohngruppen in erste Planungen umgesetzt. Danach sollen zwei zweigeschossige Gebäude für jeweils zwei Wohngruppen entlang der Germaniastraße entstehen. Die insgesamt 30 barrierefreien Wohnungen werden aufgelockert in mehreren Baukörpern in einem Bogen angeordnet, südlich und östlich dieser beiden Gebäude.

Das südliche Gebäude an der Westicker Straße soll als Kopfbau realisiert werden und dreigeschossig werden, die anderen Bauten werden zweigeschossig zum freien Feld hin errichtet. Die Fassaden sollen mit einer Kombination von Putz- und Klinkerflächen entstehen und sich ortstypischer Optik anpassen.

Die Wohngruppen mit je 8 bis 12 Bewohnern soll das Pertheswerk betreuen. Über die Finanzstruktur eines solchen Betreuungsprojektes soll zeitnah mit der dafür verantwortlichen Kreisverwaltung verhandelt werden. Deren Signale aber sind deutlich. Der Kreis unterstütze die Schaffung solcher Wohngruppenprojekte ausdrücklich, so Rüdiger Sparbrod, zuständiger Fachbereichsleiter im Kreishaus. Er ist überzeugt, dass man bereits vor ohnehin anstehenden gesetzlichen Neufassungen eine Vereinbarung finden werde.

Auch für Vorgaben, wonach das Perthes-Werk voraussichtlich nicht Bauherr und Betreiber sein darf, zeichnet sich eine Lösung ab. Die Lüner Wohnungsbaugenossenschaft WBG, die ohnehin die Einzelwohnungen bauen will, hat bereits Interesse angemeldet, auch die Wohngruppengebäude zu errichten. Man habe von Beginn erklärt, das gesamte Projekt gemeinsam umsetzen zu wollen, betonen die Geschäftsführer Bernd-Peter Menke und Rainer Heubrock.

Die Stadtverwaltung wiederum treibt die planungsrechtliche Klärung voran. Eine Bürgerinformation soll am 6. Mai ab 19.30 Uhr im Bodelschwinghhaus folgen, im Herbst Baurecht geschaffen sein. Lediglich über die Bauhöhe des südlichen Gebäudes werde man noch reden müssen, so Bürgermeister Hermann Hupe.

Fest steht bereits, dass alle Gebäude barrierefrei errichtet und mit Aufzügen ausgestattet werden. Auch das Gebäudeensemble der Einzelwohnungen erhält einen Gemeinschaftsraum als Treffpunkt oder Cafe. Die Wohngruppen bieten den Bewohnern individuell gestaltbare Appartements mit eigener Nasszelle und einen Gemeinschaftsbereich. Vorgesehen ist hier eine permanente Betreuung, auch zu Nachtzeiten.

Mittelpunkt der Gebäudegruppe soll ein grüner Platz sein, der auch angefahren werden kann. Zwei Erschließungsverbindungen zur Germaniastraße sind geplant, aber kein Durchfahrtsverkehr. Terrassen, Balkone und gestaltete Freiflächen soll es für die Bewohner geben.

Eine wichtige Grundfrage ist ebenfalls bereits geklärt. Die evangelische Kirchengemeinde stellt Grundflächen zur Verfügung, über den Erbbauzins haben sich beide Seiten bereits verständigt.

Von Klaus-Peter Wolter

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