Das aktuelle Wetter Unna 10°C
Studie

Studie sieht Unna gegen Rechts gut aufgestellt

31.10.2012 | 18:16 Uhr
Studie sieht Unna gegen Rechts gut aufgestellt

Unna.   „Die Stadt ist ziemlich gut aufgestellt. Übergriffe und Gewalttaten aus einem rechtsextremen Hintergrund finden in Unna kaum ertragreichen Nährboden.“ Das ist Ergebnis und Kernaussage einer Studie, die Studenten der Fachhochschule (FH) Dortmund unter Federführung von Professorin Dr. Ute Fischer vorgenommen haben.

„Weil die Prävention und Aufklärung über Rechtsextremismus sich in Unna auf unterschiedlichen Ebenen abspielt, ist eine Kontinuität gegeben“, sagt die Hochschullehrerin und meint damit auch die Arbeit des Runden Tisches gegen Gewalt und Rassismus. Schulen, Werkstatt Unna oder das katholische Jugendwerk Invia in all diesen Einrichtungen ist Rechtsextremismus nicht immer, aber immer mal wieder Thema. „In den meisten anderen Städten wird die Problematik anlassbezogen aufgegriffen und schläft dann wieder ein“, so Ute Fischer.

Neben Befragungen von Passanten gingen die Studenten der Dortmunder FH auch in Unnaer Schulen und wollten von den Kindern und Jugendlichen wissen, welche Erfahrungen sie mit Gewalt oder Rassismus gemacht haben. Beispielsweise ließen sie die Schüler Tagebuch führen. Ergebnis: „Mobbing stand ganz oben“, so Fischer. Die Schüler wünschten sich Lehrer als Vorbilder, die Mobbing sähen und einschritten. Dass das an ihrer schule geschehe, davon ist Gaby Müller-Vorholt, Direktorin des Ernst-Barlach-Gymnasiums überzeugt. Sie sagt aber auch: „Was im Internet oder via Handy in Sachen Mobbing passiert bekommen wir nicht mit. Wir müssen da sensibel sein“, sagt Gabi Müller-Vorholt.

Nach der Auswertung der von den Studenten zusammengetragenen Materialien läge ein klares Bild der Lage in der Stadt vor, so die Professorin. „Der Runde Tisch selbst ist mit seinen stetigen Beteiligten bereits eine wichtige Ressource der Stadtgesellschaft, die klare Signale in die Stadtkultur sendet.“ Der Tisch halte das Thema wach, vernetze Organisationen, die das gleiche Anliegen verfolgten, heißt es in der Studie.

Leise Kritik gab es auch: „Es müssten noch Brücken in andere Milieus dieser Stadt gebaut werden.“ Beispielasweise könnte die Wirtschaft stärker eingebunden sein, jenseits von materieller Unterstützung.

Jens Schopp

Facebook
 
Kommentare
02.11.2012
02:45
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.11.2012
00:14
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7249578/create

Fotos und Videos
Weitere Streiks geplant
Bildgalerie
Warnstreik
Schirme im Bus
Bildgalerie
Schirmverleih
Unna aus der Luft
Bildgalerie
von oben
Prunkstizung des RV Wanderlust
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Mamas Auto — Junge (14) rast mit Tempo 140 durch Dortmund
Verfolgungsjagd
Mit 140 Stundenkilometern ist ein 14-Jähriger am Donnerstagabend in Dortmund vor der Polizei geflüchtet. Er raste über rote Ampeln und gab auch in einem Tempo-30-Bereich deutlich zu viel Gas. Die Fahrt endete erst in einer Sackgasse in Kamen.
Un(na) Festa Italiana wird auch 2013 Fest der Superlative
Italienisches Fest
Fünf Tage wird aus der 67.000-Einwohner-Stadt Unna wieder die nördlichste Provinz Italiens. Vom 29. Mai bis 2. Juni 2013 wird in der Kreisstadt das größte italienische Fest diesseits der Alpen gefeiert - die "Festa Italiana".