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Videospielkonsole begeistert Jung und Alt gleichermaßen

„Nicht ohne meine Playsi“

29.09.2010 | 17:42 Uhr
„Nicht ohne meine Playsi“
Playstation von Sony mit Praktikant Manuel Montefalcone

Kamen. Die Finger zucken unterschiedlich schnell über den Controller, der Blick ist starr auf den Bildschirm gerichtet und manchmal legt sich der ganze Körper gleich mit in den Kurve: Wer der Faszination Playstation erliegt, den begleitet das elektronische Spielzeug meist durchs ganze Leben. Gestern vor 15 Jahren begann der Siegeszug der Playstation durch Deutschland.

Und die Videospielkonsole, die in ihrer dritten Ausgabe heute bei weitem mehr „im Kasten“ hat als das erste Modell, begeistert junge wie alte Spieler gleichermaßen. Klassiker wie Crash Bandicoot und Final Fantasy von einst waren die Wegbereiter für Virtua Fighter und Gran Turismo. Denn mit der „Playsi“ kann man (fast) alles: Fußball spielen, Autorennen fahren, singen und um Ruhm und Ehre kämpfen. So wie Manuel.

Der 14 Jahre alte Schüler bekam seine erste Playstation mit neun Jahren. Da das Gerät aber schon damals in der Anschaffung nicht ganz billig war, erfüllten seine Eltern mit der Playstation 2 gleich einen gemeinsamen Weihnachtswunsch von Sohn und Tochter. „Meine Schwester spielt lieber Sing-Star, ich bin eher ein Fan vom Midnight-Club,“ erzählt Manuel, der so PS-starke Fahrzeuge auch schon mal via Bildschirm testen kann. Inzwischen spielt er aber immer öfter auch am Computer: Der altert weniger schnell als eine Playstation, höchstens die Grafikkarte muss mal ausgetauscht werden.

Manuel muss sich seine Zeit vor dem Bildschirm einteilen. Denn die Wunderwelt rund um die Spiele-Konsole nimmt manch einen mehr mit, als ihm oder ihr lieb ist. Viele Eltern wissen, das Schwierigste am Umgang mit der Playstation oder ihren Mitkonkurrenten ist es, deren Ausknopf zu finden. Daher lautet auch die Empfehlung aus dem Jugendamt der Stadt: Das eigene Kind beobachten und von Fall zu Fall entscheiden, wann es genug ist mit den Fingerübungen am Controller. Wer Zeiten ausmacht, sollten darin allerdings alle Bildschirme mit einschließen.

Dass auch Erwachsene dem Charme der Playstation erliegen, beweist Andreas Gawel: Der 41-Jährige zockt für sein Leben gern, anfangs am Computer und als seine Kinder dann die Playstation entdeckten, ebenso an der Videokonsole. „Anfangs saß ich öfter davor als meine Söhne. Meine Frau hat es ebenfalls probiert, aber als sie beim Autorennen nicht schnell genug durch die Kurven kam und die Abhänge hinunterfiel, hat sie keinen Spaß mehr dran gehabt.“ Heute wissen zumindest der Vater und seine beiden Söhne, 16 und 11 Jahre alt, die Vorzüge der dritten Generation Playstation zu schätzen: „Wir können damit auch im Internet surfen, Spiele direkt runter laden und Filme anschauen.“ Sogar 3-D ist – bei entsprechendem Equipment – möglich. Tobias Hesse, Mitarbeiter der Firma Brumberg, weiß um die Vorzüge der Playstation, die mit zunehmendem Alter für ihre Anhänger noch interessanter geworden ist: „Das ist ein Dauerbrenner, sobald wir sie haben, ist sie auch schon wieder weg.“

Susanne Brzuska

Kommentare
30.09.2010
08:20
„Nicht ohne meine Playsi“
von xxx | #2

Den meisten Kindern in Deutschland täte etwas weniger Playsi und etwas mehr Bewegung an der frischen Luft besser. Vielleicht könnten dann unsere so...
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2010-09-29 17:42
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