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Karriere-Start vor der TV-Kamera

25.05.2012 | 18:22 Uhr
Karriere-Start vor der TV-Kamera
Britta Weischenberg (heute 16) bekommt beim Surfcamp 2010 in Frankreich das Brett erklärt.

Königsborn. Wenn Britta Weischenberg am Montag den Fernseher anschaltet, erkennt sie ein Gesicht leicht wieder. „Das wird irgendwie auch peinlich“, sagt die 16-jährige Realschülerin und muss lachen. Sie selbst ist dann in einer Doku-Soap über ein Surf-Camp im Kinderkanal zu sehen. Damals war sie 14 und noch „Tokio Hotel“-Fan. Auch beim Surfen stellte sie sich nicht so pfiffig an. Dafür hat die Königsbornerin aber schon früh die Weiche für die Wunsch-Karriere als Schauspielerin gestellt.

„Ich wollte unbedingt irgendwie ins Fernsehen“, erzählt Britta heute. In der Wochenzeitung, die sie selbst austrägt, fand sie eine Anzeige, in der Kinderschauspieler gesucht wurden. „Mein Vater war dagegen und Mutter meinte, die wollen mich eh nicht.“ Ihr Bewerbungsvideo, in dem sie sich kurz vorstellte und ein Lied Karaoke sang, war dann aber eine Volltreffer. Wenig später saß sie im Zug nach Moliets in Frankreich. Das Konzept der Sendung: Sieben Jugendliche, die sich vorher nicht kannten, lernen über drei Wochen im Zeltlager das Wellenreiten. „Wir wurden uns selbst überlassen, es gab kein Drehbuch. Aber das Filmteam war immer dabei, schon morgens beim Zähneputzen“, erzählt Britta. Und weil sich trotzdem witzige Szenen ergaben, sind ganze 20 Folgen entstanden. Brittas Lieblingsfolge ist Nummer zwölf, die ihren Besuch bei einem französischen Friseur dokumentiert. „Ich sprach kein Wort französisch und wollte einen Stufenschnitt haben.“ Den hat sie dann auf Englisch bestellt mit den Worten „I will stairs in the hair and the pony“ (dt. ich will Stufen im Haar und das Kleinpferd). Heraus kam dann eine Frisur die mit einem Stufenschnitt rein gar nichts zu tun hatte. „Heute denke ich mir nur, oh nein was habe ich da gesagt“, erzählt Britta.

Neben der Sprache haperte es auch mit dem Sport: „Ich war diejenige, die am längsten gebraucht hat, mit den Wellen klar zu kommen. Aber mir ging’s gar nicht ums Surfen, sondern vor der Kamera zu sein.“ Darum war es auch für Britta halb so wild, außer freier Kost und Logis kein Honorar für den Dreh zu bekommen.

Das erste vor der Kamera
verdiente Geld kommt aber ganz bald: Für eine Komparsenrolle als Scheidungskind in der VOX-Sendung „Verklag mich doch“ ist Britta vom 12. bis 14. Juni in Köln gebucht – nach einem erfolgreichen Casting in Dortmund vor fünf Wochen. „Da spiele ich ein Mädchen, dessen Eltern sich trennen und der Vater Steuern hinterzogen hat. Ich halte aber zur Mutter.“ 80 Euro Honorar gibt’s da pro Tag.

Trotz der ersten Schritte vor der Kamera will Britta Weischenberg der Schulbank treu bleiben. „Das ist sonst zu gefährlich – oft sind Schauspieler ja auch recht schnell wieder weg vom Fenster.“ Darum ist nach dem Realschulabschluss in diesem Jahr das Abitur an der Reihe und schließlich eine Ausbildung in einer Film- und Fernseh-Produktionsfirma. Die hat sie sich schon beim Schulpraktikum angeschaut. Aber auch ein Auslandsaufenthalt ist geplant. „Um mein Englisch zu verbessern.“ Szenen wie beim Friseur in Frankreich sollen Kameras nicht mehr aufnehmen.

Ruben Schulte

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Kommentare
10.06.2012
19:12
Karriere-Start vor der TV-Kamera
von Ahamay | #1

Ist ja interessant. Ich bin zur selben Zeit in Hürth zum Dreh, auf für VMD, allerdings eine andere Folge. Aber wer weiß, vielleicht läuft man sich da ja über den Weg. Die Welt ist halt doch ein Dorf.

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