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Jugendleiter brauchen viel Wissen

28.10.2012 | 17:07 Uhr
Jugendleiter brauchen viel Wissen
Bergkamen, Jugendleiterfortbildung des Stadtjugendrings im Spontan. Gruppendynamische SpieleFoto: Klaus Hartmann

Bergkamen. Einfach nur seinen Namen und das Alter nennen funktioniert nicht mehr. Wenn Jugendliche in Gruppen unterwegs sind und sich kennen lernen, ist Bewegung drin. Im Kreis wird zur Musik gelaufen. Pärchen finden sich und lösen sich wieder auf.

„Es ändert sich doch einiges im Laufe der Zeit“, stellt Jutta Keding fest. „Ich bin froh, dass ich bei dieser Jugendleiter-Ausbildung mitmache.“

29 Teilnehmer

Mit 50 Jahren gehört Jutta Keding zu den älteren unter den 28 Teilnehmern im Jugendheim Spontan in Rünthe. Seit zehn Jahren investiert sie ihre Freizeit für die Jugend im Karnevalsverein „Fidele Narrenschar“. Für sie ist der Lehrgang eine Auffrischung. „Die Jugend verändert sich ja – und auch die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit“, meint sie. Zunächst schaute sie „sparsam“, als bei dieser Ausbildung für die Jugendleitercard, angeboten vom Stadtjugendring in Kooperation, vor allem Jugendliche die Schulungsräume füllten. „Inzwischen sehe ich das anders: Ich bekomme viel von den jungen Leuten vermittelt.“

Überhaupt hat sie an den verschiedenen Schulungswochenenden und -Abenden schon viel Wertvolles mit in ihre Jugendgruppe nehmen können. „Informationen über die Rechtslage oder über Deeskalation – das war interessant und ich habe viel Neues gehört.“ Das Programm ist randvoll. Rechtsextremismus steht an diesem Wochenende ebenso auf dem Stundenplan wie Konfliktmanagement, Tanz und Gemeinschaft, Konfliktmanagement, Soziales Lernen, Rhetorik und der Umgang mit schwierigen Kindern.

Fachleute vom Jugendamt, aus Anwaltskanzleien oder von der Erziehungsberatungsstelle werden zu Fachthemen wie Haftung oder Mobbing eingeladen. Mitte November halten dann alle mit der Jugendleiter-Card (Juleica) die Berechtigung in den Händen, Jugendgruppen zu leiten.

Auch Finn Wächter ist dabei, obwohl er sich erst kürzlich bei einem Sturz den Hals verknackst hatte. Vier Jahre lang war der 17-Jährige bei den Ferienfreizeiten der Kirchengemeinde als Teilnehmer Stammgast. Jetzt ist er angesprochen worden, ob er demnächst nicht selbst Feriengruppen betreuen will. „Das traue ich mir zu – auch die Verantwortung, die ich dabei übernehmen muss“, freut er sich auf seine neue Aufgabe. Ihm macht es Spaß, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein, gleichzeitig in der Welt herumzukommen und selbst die Inhalte zu gestalten. Was in dieser Ausbildung vermittelt wird, ist ihm schon vertraut. „Mein Vater arbeitet im Jugendamt, meine Mutter in einem Kindergarten – da bekomme ich schon einiges mit.“ Trotzdem: „Hier werden viele Themen vertieft, man hört Neues wie über die Haftungsfragen und kann einige Anregungen mitnehmen.“

Katja Burgemeister


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