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„Horne hat noch viel Potenzial“

09.10.2012 | 11:42 Uhr
„Horne hat noch viel Potenzial“
Die Horne auf HöheFoto: Dietmar Wäsche

Werne. Die Horne in der Werner Innenstadt bekommt bald vielleicht ein neues Gesicht. Im Zuge der Regionale 2016, die viele Fördermittel ins Münsterland bringen wird, könnte die Horne aufgewertet werden.

„Zurzeit führt sie ja irgendwie ein Schattendasein“, erklärt Ralf Bülte, der das Projekt übernommen hat. Die Horne sei zwar nicht hässlich, werde aber auch überhaupt nicht wahrgenommen, erklärt Bülte. „Da ist noch sehr viel Potenzial vorhanden, was wir natürlich voll ausschöpfen wollen.“ Man wolle mehr Aufenthaltsqualität entlang des Flusses schaffen.

Rege Bürgerbeteiligung

Um die Horne einladender und gemütlicher zu gestalten, ließ die Stadt eine Projektskizze erstellen. Hauptakteure dabei waren allerdings keine Architekten, sondern die engagierten Bürger, die gemeinsam mit Birgit Struckholt, die die Stadt allerdings inzwischen verlassen hat, Ideen zur Neugestaltung ausarbeiteten.

Ralf Bülte nennt verschiedene Vorschläge, die eventuell bald umgesetzt werden: „Es gibt schon einige Radwege in Werne, aber noch keinen entlang der Horne. Das ist auf jeden Fall eine interessante Option.“

Zudem sollen Aufenthaltsplätze an verschiedenen Stellen entlang des Flusses geschaffen werden, zum Beispiel durch Sitzgruppen, Bänke, vielleicht ein kleiner Steg direkt am Wasser.

Dazu sollen auch historische Bezüge hergestellt werden, besonders an den alten „Waschplätzen“, erklärt Ralf Bülte: „Da haben die Frauen früher, nachdem sie ihre Wäsche in der Horne gewaschen hatten, sie zum Trocknen auf der Wiese gelegt.“ Darauf wolle man an diesen Stellen mindestens mit einem Schild aufmerksam machen.

All das soll die Horne in der Innenstadt erlebbarer machen, ökologisch wird sich nicht viel ändern: „Wir können den Fluss ja nicht mitten in der Innenstadt ändern lassen“, lacht Bülte. Das wird dafür außerstädtisch passieren, hier soll der Fluss ökologisch noch einmal aufgewertet werden.

Baubeginn schon vor 2016?

Doch auch innerstädtisch ist das allerletzte Wort noch nicht gesprochen: „Mit der Fertigstellung der L518n wird sich der Verkehr auf der B54 entlang der Horne beruhigen“, hofft Bülte. Als Reaktion darauf wird die B54 umgestaltet werden, Konsequenz könnte mehr Platz für die Horne sein.

Bevor diese Gedankenspiele noch weiter gedreht werden, ist allerdings erst einmal die Regionale-Agentur am Zug, die Ende November über die Projektskizze entscheidet. Gerade der Aspekt der Bürgerbeteiligung könnte für ein positives Votum sorgen. Sollte dieser Fall eintreffen, wird sich die Stadt umgehend mit der Durchführbarkeit der Ideen, sowohl baulich wie auch finanziell, auseinandersetzen. Wenn alles glatt läuft, könnten die Umbaumaßnahmen laut Bülte vielleicht schon 2015 beginnen.

Philipp Ziser

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