Historischer Park noch Baustelle
03.12.2012 | 21:40 Uhr 2012-12-03T21:40:00+0100
Opherdicke. Der Kreis Unna arbeitet mit Hochdruck an der Umgestaltung der Außenanlagen am Haus Opherdicke.
Mit Hochdruck arbeitet der Kreis Unna daran, den zweiten Bauabschnitt zur Gestaltung der Außenanlagen am Haus Opherdicke abzuschließen. „Wenn das Wetter es zulässt, schaffen wir es dieses Jahr auch noch“, glaubt Detlef Schroeder, Fachbereichsleiter Bauen im Kreishaus,
Im ersten Bauabschnitt wurde im Sommer das historische Wegekreuz angelegt. Derzeit säubern Handwerker die Wände des alten Pferdestalles. Der Vorraum des Stalles, der nicht unter Denkmalschutz steht, wurde bereits abgerissen. „Was sich nun als Außenwände darstellt, sind eigentlich die geweißten Innenwände des alten Stalles“, erläutert Schroeder. Soweit Fenster- und Türöffnungen darin vorhanden sind, werden diese auch noch geschlossen. In dem Winkel davor legen Landschaftsbauer ein Wegesystem an, welches das historische Wegekreuz ergänzen wird.
Sichtachse ins Ruhrtal
Angelegt wird auch noch ein kleinerer Diagonalweg, der später einen kleinen Platz abgrenzen wird. Auch eine Terrasse soll dort noch entstehen mit einem Lindendach. Dazu müssen noch einige Linden gepflanzt werden.
Im Park am Haus Opherdicke sind allerdings auch etliche Sträucher und Bäume entfernt worden. „Wir haben gemeinsam mit einem Gutachter entschieden, was entfernt werden soll, um wieder den ursprünglichen Charakter eines englischen Landschaftsgartens zu erhalten.“ Wild gewachsene Birken und Nadelbäume wurden entfernt, große Bäume allerdings nur dann, wenn sie nicht mehr standsicher waren. Erhalten wurde die schöne große Trauerweide, die nun frei stehend viel besser zur Geltung kommt, sowie die schön verzwirbelte alte Eibe. „Der Effekt ist, dass wir nun wieder eine Sichtachse und schöne Aussicht ins Ruhrtal haben“, meint Schroeder. 320 000 Euro kostete dieser zweite Bauabschnitt.
Hof weiter befahrbar
Dass die Feuerwehr Opherdicke ein großes Osterfeuer am Haus Opherdicke entfacht, ist im Kreishaus bekannt, meint Detlef Schroeder.
„Auf dem Klinker wird man kein Feuer mehr machen können. Aber wir wollen niemanden vertreiben und werden sicher gemeinsam mit der Feuerwehr eine Lösung finden.“
Im dritten und letzten Abschnitt, der weitere 390 000 Euro kosten soll, wird nächstes Jahr der Innenhof von Haus Opherdicke gepflastert. Der sandfarbene Klinker, der dazu verlegt werden soll, ist auf einem kleinen Teil des Hofes als Probepflaster schon verlegt worden. Auch ein moderner Gartenpavillon aus Holz und Stahl mit einem Rankgerüst versehen soll noch in der Achse des historischen Wegekreuzes vor der Reithalle des RuF entstehen. Im linken Bereich des Hofes ist ein weiteres kleines Lindendach geplant. Der ganze Rest des Hofes soll mit den neuen Klinkern versehen werden. „Entgegen anderen Gerüchten wird der Innenhof auch danach noch mit Autos befahren werden können“, sagt Detlef Schroeder. Ein Osterfeuer direkt auf dem neuen Klinker sei dagegen nicht mehr möglich.
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