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„Öffi“ sei Dank

Handys im Bus bald unverzichtbar

18.09.2012 | 21:00 Uhr
Handys im Bus bald unverzichtbar
Die App „Öffi“ für Smartphones informiert über BusverbindungenFoto: Klaus Hartmann

Bergkamen.   Entwickelt wurde GPS fürs Militär. Heute leistet dieses „Global Position System“ auch friedlichen Menschen, die in Bergkamen zu Fuß, mit dem Rad oder im Bus unterwegs sind, eine wertvolle Hilfe.

Entwickelt wurde GPS fürs Militär. Heute leistet dieses „Global Position System“ auch friedlichen Menschen, die in Bergkamen zu Fuß, mit dem Rad oder im Bus unterwegs sind, eine wertvolle Hilfe. Vorausgesetzt: Es ist ein entsprechend ausgerüstetes Smartphone zur Hand.

Für diese hochgerüsteten Handys mit Internetzugang gibt es inzwischen eine kaum zu überschauende Anzahl von kleinen Dienstprogrammen, Apps, die oft sogar kostenlos sind. Zum absoluten Muss für Nutzer von Bus und Bahnen gehört inzwischen der „Öffi“, es sei denn, das Auto ist wirklich unverzichtbar. Das einzige Manko: Es gibt auch auf der Homepage der Anbieter keine vernünftige Gebrauchsanweisung. Bevor die hier vorgestellten Apps zum ernsthaften Einsatz kommen, ist es ratsam, sich durch Ausprobieren mit ihnen vertraut zu machen.

Nützlich auch für Bahnfahrer

„Öffi“ ist die Abkürzung für „öffentlicher Personennahverkehr“. In Sekundenschnelle erscheint auf dem Display des Smartphones eine Liste mit den Bushaltestellen in der Nähe. Sie zeigt mit Zeitangabe an, welche Linien diese Haltestellen ansteuern und wohin es geht.

Noch nützlicher für den täglichen Einsatz ist die Funktion „Verbindungen“. In die Eingabemaske werden der Startpunkt, der sich auch per GPS festlegen lässt, und das Ziel eingegeben. „Öffi“ liefert dann einen individuellen Fahrplan mit den Umsteigestationen und den Fahrzeiten.

Das funktioniert auch, wenn es mit Bussen und Bahnen ins Ausland gehen soll. Zur Partnerstadt Wieliczka in Polen dauert die Reise über 17 Stunden, Gennevilliers bei Paris ist schon bei etwas mehr als sechs Stunden zu erreichen. „Öffi“ ist kostenlos. Wer will, kann aber den Entwicklern spenden.

Routenplane für Fußgänger

„Öffi“ verfügt auch über eine Schnittstelle zu Routenplanern für Fußgänger, etwa die Navigation mit Google. Noch praktischer ist das Programm „Komoot“. Dessen Karten basieren auf „OpenStreetMap“. Hierbei handelt es sich um ein freies Kartenwerk, an dem in zig Ländern viele tausend ehrenamtliche Helfer mitarbeiten. Dazu gehören auch Bergkamener. Der Vorteil dieser „Ehrenamtskarte“ ist, dass die Freiwilligen wesentlich mehr Rad- und Wanderwege vermessen haben. Es gibt zum Beispiel für das Bergkamener Haldengebiet keinen Wanderplan, ob auf Papier oder im Internet, der die dort vorhandenen Wanderweg so vollständig und exakt wiedergibt wie „OpenStreetMap“.

„Komoot“ taugt auch als „Navi“ fürs Fahrrad. Wer möchte, kann die Zielführung zusätzlich mit einer Sprachausgabe haben und das Ziel als GPS-Koordinate eingeben. Das ist nützlich, wenn es für das Ziel keine Adresse gibt, weil es sich weit ab von jeder Straße in der Landschaft befindet. Für eine Region wie der Kreis Unna mit den Städten Dortmund und Hamm ist die Nutzung von „Komoot“ kostenfrei. Für das Komplett-Paket mit Deutschland, Österreich, Schweiz und einigen Auslandsregionen müssen 29.99 Euro überwiesen werden.

Wege zur Lichtkunst

Das Handy führt seit einigen Monaten auch zu den Lichtkunstwerken in Bergkamen und der Hellweg-Region, vorausgesetzt allerdings, dass es sich um ein iPhone handelt. Die App kann kostenlos im Apple App-Store heruntergeladen werden.

Dieses Miniprogramm nennt alle wichtigen Fakten zu den Kunstwerken und zeigt auch Bilder, wie sie nachts wirken. Eine Karte weist außerdem den Nutzerinnen und Nutzern den Weg bis zum nächsten Kunstwerk. Bis zum Jahresende soll es dann auch einen Katalog zu Lichtkunst im östlichen Revier geben.

Von Heino Baues



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