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Rhododendron

Garten braucht Liebe und Ansprache

26.05.2012 | 05:00 Uhr
Garten braucht Liebe und Ansprache
Rhododendrongarten des Ehepaars Stoltefuß in Heeren

Heeren-Werve.   Die Blüten kann sie längst nicht mehr zählen, es sind zu viele, die die Rhododendronbüsche im Garten von Marie-Luise Stoltefuß mit blauen, roten, rosa und pinken Farbtupfern schmücken.

Die Blüten kann sie längst nicht mehr zählen, es sind zu viele, die die Rhododendronbüsche im Garten von Marie-Luise Stoltefuß mit blauen, roten, rosa und pinken Farbtupfern schmücken. Allerhöchste Zeit ist es, das Blütenmeer auf den meterhohen Büschen zu genießen. Dabei war das Farbspiel in Stoltefußens Garten noch nie so schön.

„In diesem Jahr sind die Blüten förmlich explodiert, so habe ich habe es noch nie gesehen. Dabei wohne ich schon 53 Jahre hier“, staunt Marie-Luise Stoltefuß. Angelegt hat sie den Garten selbst, lange Zeit gemeinsam mit ihrem Mann Karl-Heinz bewirtschaftet, doch irgendwann hat das Paar Teile der Grünpflege an einen Hobbygärtner abgegeben.

Nur nicht zu viel machen

Der tut, was er kann, damit sich jedes Jahr aufs Neue die Blütenpracht entfalten kann. Eigentlich tut er gar nicht soviel, soweit es sich um die Rhododendren handelt. „Alle zwei Jahre mal ein bisschen schneiden, ich sag ihm immer, nur nicht soviel“, erklärt die Frau, die die Rhododendren so liebt. Noch nicht mal ein einziger Spritzer Dünger ist jemals an ihre Pflanzen gelangt: „Wir wohnen schließlich direkt am Wald, da ist der Boden sauer genug.“

Und außerdem habe das Ganze auch etwas mit Liebe zu tun: „Ich liebe meinen Garten, Rhododenron und die Azaleen.“ Niemals, das schwört sie, wollte sie woanders sein. Das hier, das ist ihr Leben, und wie es im Leben manchmal so ist, müssen wichtige Dinge eben auch besprochen werden. Auch die Rhododendronbüsche brauchen manchmal Ansprache. Zum Dank entfaltet sich dann diese Blütenpracht, die den Garten am Buchenweg nicht nur für seine Besitzer zu einem kleinen grün-bunten Paradies werden lässt.

Typische Sommerblumen kommen Marie-Luise Stoltefuß nicht in den Garten: „Ich mag alles, was natürlich ist, und die Sommerblumen, die gedeihen bei mir einfach nicht – weil ich sie nicht mag.“

Demnächst, wenn die Blüten welken, geht es ans Ausknipsen: Ein Vorgang, der in diesem Jahr ob der immensen Anzahl anstrengend werden könnte. Aber diese Arbeit lässt sich Marie-Luise Stolftefuß nicht nehmen, soweit die Hände reichen: „Auf eine Leiter steige ich dafür nicht mehr.“

Susanne Brzuska



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