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Das Waldstadion bleibt wunderschön

07.09.2012 | 16:43 Uhr
Das Waldstadion bleibt wunderschön
Kicken auf dem grünen Rasen im Waldstadion hat Tradition. Hier geht es gegen Schalkes Traditionsteam.Foto: Henryk Brock

Billmerich.   Auf einem Acker fanden die ersten Spiele statt. Am Samstag, 15. September, steht der offizielle Festakt auf dem Programm.

Wer Anno 2012 einem fünfjährigen Knirps, Spielklasse Minikicker, erklären möchte, wie Fußball früher gespielt wurde, der fährt am besten nach Billmerich. Oben auf dem kleinen Berg am südlichen Rand des Dorfes, mitten im Wald steht das Stadion, auf dem auch schon vor 70 Jahren gepöhlt wurde. Und die, weil von Bäumen umsäumt, saftig grüne Rasenfläche dient immer noch als Fußballplatz – nicht ganz eben, bei Regen beinahe sumpfig und im Herbst einer der ersten Plätze der Stadt, die witterungsbedingt geschlossen werden müssen. Kein Vergleich zum modernen Kunstrasenplatz, auf dem mittlerweile schon fast jeder Minikicker seine ersten Ballversuche startet, aber dafür wunderschön.

Sein Waldstadion ist wohl das markanteste Markenzeichen des Fußballvereins Blau Rot (BR) Billmerich. In diesem Jahr wird der Verein 100 Jahre alt. Zeit, zurück zu schauen auf die Anfänge in den zehner und zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als die Fußballer ihre Tore noch von einem Acker auf den nächsten brachten, um zu spielen. Dorthin, wo die Bauern gerade Platz hatten. Zeit aber auch, Bilanz zu ziehen und um nach vorn zu schauen. „Wir sind aktuell im sportlichen Bereich gut aufgestellt“, sagt der erste Vorsitzende von BR, Jörg Hamann, „seit langem bilden wir wieder drei Mannschaften im Seniorenbereich, das heißt, wir konnten Spieler halten. Das ist gut.“ Zufrieden ist er auch mit der Situation am Waldstadion insgesamt. Vorbei die Zeit, als es um den Bau des Vereinsheims Ärger gab. „Wir haben mit den Nachbarn ein gutes Verhältnis“, ist Jörg Hamann heute froh, dass das Vereinsleben dank der eigenen Umkleiden, Duschen und eines eigenen Versammlungsraumes aufgewertet wurde.

Um die 360 Mitglieder zählt BR Billmerich aktuell – davon die Hälfte allein im Kinder- und Jugendbereich. Der Nachwuchs spielt schon länger in der Jugendspielgemeinschaft (JSG), die mit Rot-Weiß Unna (RWU) ins Leben gerufen wurde. „Die JSG hat sich mittlerweile gut durchgesetzt. Die Kinder sprechen gar nicht mehr davon, dass sie für Blau Rot oder Rot Weiß spielen. Sie spielen für die JSG“, erzählt Jörg Hamann und kann sich diese Zusammenarbeit mit RWU auch im Seniorenbereich vorstellen. „Wir feiern jetzt erst einmal unser 100-jähriges Bestehen und im Frühjahr 2013 nehmen wir Gespräche auf.“

Zur Zukunft gehört aber nicht nur die Stärkung durch Fusion. „Wir warten jetzt darauf, dass die Stadt ein Signal für den Bau des Stadions in Unna-Süd gibt“, erinnert Jörg Hamann Verwaltung und Politik an ihre Zusagen. Denn das witterungsanfällige Waldstadion, der Wegfall des Ascheplatzes an der Weberstraße (wird als Bauland vermarktet) und bereits eingeschränkte Nutzungszeiten des Stadions am Hertinger Tor von Rot Weiß Unna machten den Spielbetrieb nicht einfacher. So wartet auf Blau Rot Billmerich in Zukunft jede Menge Veränderung. Nur fürs Waldstadion nicht. Jörg Hamann: „Das bleibt wie es ist.“ Eben wunderschön.

Nach dem zünftigen Fest in der Dorfmitte Ende Juni für alle Billmericher, folgt am Samstag, 15. September, der offizielle Festakt im Vereinslokal „Haus Buschmann“.

Ab 19 Uhr ist Einlass, das Programm startet um 19.30 Uhr. Erwartet werden neben Vertretern von Stadt und Sponsoren auch Ehrengäste des Fußballverbandes.

Eintrittskarten für den Abend kosten 15 Euro (inklusive Buffet) und sind in „Haus Buschmann“, beim Frisör in Billmerich und zu den Heimspielen erhältlich.

Von Bettina Szalluies



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