CDU will Debatte nicht ausufern lassen
23.02.2009 | 16:02 Uhr 2009-02-23T16:02:00+0100Die CDU ringt weiter um ihre Position zur Flughafen-Entwicklung. Den Parteitags-Delegierten liegen kommenden Samstag drei Änderungsanträge vor, die teilweise über den Vorschlag ihres Vorstandes hinausgehen. ...
... Klar ist: Jeder Ausbau der 2000 Meter-Bahn ist für die CDU tabu - über die Flugzeiten allerdings wird gestritten. Zur Erinnerung: Nach harten Diskussionen hatte sich der Parteivorstand vor Wochen durchgerungen, das Tor für eine Betriebszeitenverlängerung unter Voraussetzungen um eine Stunde zu öffnen. "...ist eine Erweiterung der Start- und Landezeiten von 6 bis 23 Uhr mittelfristig vorstellbar." Eine Empfehlung für eine Verspätungsregelung hatten die CDU-Vorstände damals noch nicht in ihren Leitantrag aufgenommen.
•Wie nicht anders zu erwarten, halten die vom Fluglärm betroffenen Stadtbezirke Aplerbeck, Wambel und Wickede dagegen. Sie fordern, am Airport alles beim Alten zu belassen: mit Betriebszeiten von 6 auf 22 Uhr plus eine Stunde Verspätungsregelung bis 23 Uhr.
•Einen gemeinsamen Antrag bringen die Stadtbezirke Hörde, Eving, Innenstadt-West und -Ost sowie die CDU-Mittelstandsvereinigung ein. Ihr Papier liegt beim ersten Hinsehen fast auf der Linie dessen, was der Parteivorstand empfiehlt: Man schlägt vor, die regulären Flugzeiten um eine Stunde auf 23 Uhr auszudehnen. Zusätzlich zu dieser "maßvollen Erweiterung" sprechen sich die Stadtbezirke ohne der Vorbehalt weiterer Wirtschaftlichkeitsprüfungen für eine halbstündige Verspätungsregelung bis 23.30 Uhr aus - ein Anhang, der im Leitantrag aus der Parteispitze fehlt.
•Ein komplizierter und ungewöhnlich weitgehender Vorschlag kommt aus der Ortsunion Asseln, die wohl eine Kompromisslösung im Sinne hat: Maschinen, die geräuschärmer sind als andere und die deshalb auf einer Bonusliste des Berliner Verkehrsministerums stehen, sollen generell bis 22 Uhr starten und darüberhinaus bis 23 Uhr in Wickede landen. Obendrein wollen die Asselner solchen Jets erlauben, bei unverschuldet spätem Eintreffen bis 23.30 Uhr auf der Piste aufsetzen dürfen. Aber nicht nur das: Airlines, die in Dortmund ihre Basis haben, sollen mit einem besonderen Bonus versehen werden: Die Asselner Christdemokraten schlagen vor, solchen Airlines mit geräuschärmeren Maschinen eine weitere halbe Stunde Landezeit bis Mitternacht zuzubilligen.
So sehr das Thema Flughafen kommenden Samstag im Blickpunkt steht - überlagern soll es den Parteitag nicht: Innerhalb des CDU-Vorstandes wird überlegt, die Zahl der Redner und Gegenredner auf je drei zu begrenzen.
01:07
# 2 und 3
Sie haben vollkommen Recht.Dieser unwirtschaftliche Airport wird auch durch 24 Std. Betrieb nicht rentabel werden. Wir sind aus den Einflugschneisen Aplerbeck bzw. UN-Massen in zumindest fluglärmärmere Gefilde umgezogen.
Dort konnte man die Kisten ja mit ´nem Appel abschießen,aber wer denkt bei einem sog.
Prestigeobjekt schon an die Anrainer ?
Fehlt nur noch ,daß die Mieten denen in der Düsseldorfer Einflugschneise angepaßt werden !
23:16
WAs wir in Dortmund nicht brauchen ist das ständige Hochkochen des Flughafenthemas. Jeden zweiten Tag jedes kleine Statement in einem Riesenartikel, und das alles im Kampf um ein paar Hundert Wählerstimmen.
22:49
Der Flughafen sollte das wieder werden, was er einmal war, ein Segelflughafen. Mehr brauchen wir in Dortmund nicht.
21:25
Herr Sierau windet sich auch - lächerlich!
Er will die Geschäftsflieger von Düsseldorf nach Dortmund holen - haha!
20:45
Das Problem bleibt: Es werden immer weitere Schritte Richtung Nachtflug unternommen! Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Frachtmaschine mitten in der Nacht hier landen! LASST UNSERE KINDER SCHLAFEN!
20:33
Was heißt hier moderat? Die Salamitaktik findet weiterhin Anwendung. Immer ein Scheibchen mehr und 2020 haben wir dann 3000m und 24h Flugbetrieb bei vervielfachten Verlusten.
Welcher Geschäftstermin erfordert denn Landungen oder Starts vor 7 und nach 19 Uhr...?
Die ganzen Änderungen dienen weiterhin dem Billig-Tourismus, eventuell dem später geplanten Frachtflug.
19:25
Lieber Herr Beushausen, Ihr Artikel ist wieder mal so unreflektiert dahingehauen.
Es gibt keine Stadtbezirke Wickede und Wambel.
Die Ortsunionen Wickede und Wambel sind Bestandteil des Stadtbezirks Brackel, und innerhalb des Stadtbezirks Brackel sind die anderen beiden Ortsunionen Asseln und Brackel für die Betriebszeitenerweiterung.
Ist für Euch Journalisten alles ein wenig kompliziert, aber wichtig für Samstag.
Kurzum: Alles läuft zum Glück auf eine moderate Verspätungsregelung auf 23 Uhr hinaus.