Zeit für Sommerreifen beginnt

Warstein..  Der Frühling ist eingeläutet und mit ihm steigen die Temperaturen. Wenn diese dauerhaft über sieben Grad liegen, müssen Autofahrer ihre Winterreifen austauschen. Beim Reifenwechsel sollten sie einige Tipps beherzigen.

Sommerreifen besitzen im Vergleich zu Winterreifen eine deutlich härtere Gummimischung, da sie auch erhitztem Asphalt oder der Reibungshitze, die bei schnellen Geschwindigkeiten entsteht, standhalten müssen. Durch das härtere Gummi verkürzt sich auch der Bremsweg.

Das Profil eines jeden Reifens muss laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) §36 Abs. 2 mindestens 1,6 Millimeter tief sein. Die DVW empfiehlt jedoch eine Profiltiefe von mindestens 3 Millimetern, um die Sicherheit in allen Fahrsituationen und einen optimalen Bremsweg auf trockener und auf nasser Fahrbahn zu gewährleisten.

Falsch abgefahren

Autofahrer sollten regelmäßig den Luftdruck der Reifen prüfen; ihr jeweiliger Mindestwert findet sich in den Fahrzeugpapieren oder kann an den Reifenfüllmessegräten an Tankstellen abgelesen werden. Ein zu niedriger Luftdruck kann im Extremfall dazu führen, dass der Reifen platzt; auf jeden Fall erhöht er den Verschleiß und den Kraftstoffverbrauch“, erläutert Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW). „Bei zu hohem Luftdruck hat der Reifen weniger Kontakt zur Fahrbahn und wird hauptsächlich in der Mitte seiner Lauffläche abgefahren.“

In Europa ist seit dem 1. November vergangenen Jahres ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) für alle Neuwagen beim Verkauf vorgeschrieben. Damit wird der Reifendruck bei Kraftfahrzeugen überwacht, um Unfällen vorzubeugen.

Werkstatt kontrolliert Beschaffenheit

Bei Fahrzeugen mit RDKS ist ein eigenständiger Reifenwechsel oft nicht mehr möglich; doch auch sonst empfiehlt die DVW, den Reifenwechsel in einer Werkstatt durchführen zu lassen, weil dort auch die Beschaffenheit des Reifens kontrolliert wird: Innere Beschädigungen sind mit bloßem Auge häufig nicht erkennbar.