Zeichen setzen für Freundschaft ohne Grenzen

50 Jahre Städtepartnerschaft Warstein - St. Pol; Freuen sich auf das Festwochenende in St. Pol: Margit Wulf, Franz-Josef Berghoff, Birgit Wüllner, Wolfgang Heppekausen und Elke Ibing mit dem Bild des Künstlers Jean-Marie Sauvage, das dieser der Stadt Warstein geschenkt hat
50 Jahre Städtepartnerschaft Warstein - St. Pol; Freuen sich auf das Festwochenende in St. Pol: Margit Wulf, Franz-Josef Berghoff, Birgit Wüllner, Wolfgang Heppekausen und Elke Ibing mit dem Bild des Künstlers Jean-Marie Sauvage, das dieser der Stadt Warstein geschenkt hat
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine Freundschaft lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Daher sind alle Warsteiner aufgerufen, mit nach St. Pol zu fahren, um das große Jubiläums-Wochenende zu bereichern. Sie erwartet ein festliches und interessantes Programm.

Warstein..  Eine Freundschaft lebt von den Menschen, die sie mit Leben füllen. Daher sind alle Warsteiner aufgerufen, mit nach St. Pol zu fahren, um das große Jubiläums-Wochenende zu bereichern. Sie erwartet ein festliches und interessantes Programm.

Vorgestellt wurde das Programm gestern vom Warsteiner Städtepartnerschafts-Team. Die erste Besonderheit: Es geht bereits am Donnerstag, 7. Mai, in die französische Partnerstadt. Der Grund: Der 8. Mai ist ein großer Feiertag in Frankreich, erinnert wird an das Ende des 2. Weltkrieges. Und diesen Tag möchten die St. Poler gerne mit den Freunden aus Warstein feiern. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn die St. Poler ihre ehemaligen Feinde gerne dabei haben möchten“, betonte Birgit Wüllner, Vorsitzende der Warsteiner Europafreunde.

Feiertag zum Kriegsende

Passend zum Anlass ist ein ernsteres Programm vorgesehen: Einem strengen Protokoll mit fest vorgeschriebener Musik folgt das Defilee vom Place Pompidou zum Ehrenmal. „Dort werden die französischen Grundschulkinder die deutsche Nationalhymne singen. Sie sind gerade dabei, den deutschen Text einzuüben“, informierte Birgit Wüllner.

Nachmittags steht der Besuch des neuen Weltkriegsdenkmals „Ring der Erinnerung“ in Vimy, auf der Anhöhe von Notre-Dame-de-Lorette, auf dem Programm. Im November ist dieses Denkmal, eine Elipse aus Beton mit 330 Metern Umfang, im Beisein von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeweiht worden. Aufgeführt sind auf dem Denkmal rund 580 000 Namen von Soldaten, die im Norden Frankreichs im 1. Weltkrieg ihr Leben gelassen haben. „Die ehemaligen Feinde sind hier symbolisch vereint“, erläuterte Franz-Josef Berghoff. Denn aufgeführt sind sie alphabetisch, ohne Rücksicht auf die Nationalität. Noch nicht bekannt ist, ob hier auch Warsteiner Gefallene aufgeführt sind.

Im Zeichen der Vereine

Seinen feierlichen Abschluss findet der Freitag mit einem Konzert unter Mitwirkung des Warsteiner Chores Chorious. Zur Aufführung kommt die Missa ferialis, die an Weihnachten in Suttrop uraufgeführt wurde – allerdings mit Orgelbegleitung statt Streichorchester. Solistin ist Anne Grandsir aus St. Pol.

Der Samstag ist den Vereinen und der Geselligkeit gewidmet. Bereits um 10 Uhr werden die beiden Ausstellungen mit Gastgeschenken und Fotografien, die St. Poler Schüler beim Besuch in Berlin gemacht haben.

Es schließt sich die offizielle Festveranstaltung im Festsaal mit Ansprachen und der erneuten Unterzeichnung der Gründungsurkunde an. Dieser Akt wurde auch zum 25-Jährigen zelebriert. „Dies findet traditionell in St. Pol statt, daher haben wir im vergangenen Jahr in Warstein darauf verzichtet“, erläuterte Franz-Josef Berghoff.

Der Nachmittag soll ganz im Zeichen sportlicher Begegnungen stehen. Auf dem Sportplatz sollen sich Warsteiner und St. Poler Sportler unter anderem in (Senioren-)Fußball, Tennis, Judo und Volleyball messen. „Begeisterte Sportler aus dem gesamten Stadtgebiet sind aufgerufen, sich für die Fahrt anzumelden, um das Wochenende zu bereichern“, erklärte Birgit Wüllner. „Es könnte beispielsweise auch eine Stadtauswahl gebildet werden.“

Warsteiner Gäste, die sich die Wettkämpfe nicht anschauen möchten, könnten auf eigene Faust die Blumendörfer, die Rennbahn oder den Rosenzuchtbetrieb Mela Rosa besichtigen.

Räuber mit Spezial-Programm

Beim großen Festabend ist ausdrücklich die Mitwirkung der Warsteiner Vereine erwünscht. Die Karnevalisten und die Räuber, die bereits ein spezielles Frankreich-Programm einüben, die Suttroper Spielleute und Blechschänder sind angesprochen, aber auch alle anderen interessierten Vereine. Von St. Poler Seite wird das Programm von den Freudenvätern, den Ballett-Tänzerinnen und den Musikern der „Harmonie“ bereichert.

Am Sonntag nehmen die Warsteiner am Gottesdienst mit Erstkommunion teil. Eventuell kommt hier noch einmal ein Ausschnitt des Konzertes zur Aufführung. Nach dem Imbiss geht es zurück in die Heimat.