Zauberhafte Zeitreise in die 60er Jahre

Impressionen vom Faschingsball in Meiste.
Impressionen vom Faschingsball in Meiste.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine zauberhafte Show in den 60er Jahren - das lieferte der MFC Meiste ab. Auch der Bürgermeister musste auf die Bühne.

Meiste..  Es war wie eine Zeitreise, auf die der Meister Faschings-Club (MFC) die Gäste beim Faschingsball – erstmals am neuen Termin – mitnahm: „Die 60er sind lange her, doch Rock’n’Roll tanzt unser Bär“ hieß das Motto, unter dem es sich trefflich feiern ließ. Die passende Bühnendeko und der Start im gelungenen Ambiente und Outfit ließ auf vergnügliche Stunden hoffen.

Und die gab es auch. Dass die „Brüllmücken“ abgesagt hätten und stattdessen Bürgermeister Peter Weiken geschickt hätten störte da niemanden – zumal der Erste Bürger auch ins Programm integriert wurde.

Gastverein ohne Geschenk

„The Team on Tour“ hieß es aber zu Beginn von der Tanzgarde aus Suttrop, die als Radler (nicht nur) die Tour de France bestritten – eine rundum gelungene Vorstellung. Vorgestellt wurden anschließend auch die Gastvereine des SC Schmerlecke, der KKK aus dem Nachbarort Kneblinghausen und die „Elf Asse aus Madfeld“. Die hatten sich erst vor kurzem gegründet, da sah man es ihnen auch nach, dass sie gar kein Gastgeschenk mitgebracht hatten.

Carsten Risse als Hausmeister Paslewski lieferte eine zauberhafte Büttenrede ab – und ließ Bürgermeister Weiken einen Becher Wasser über seinem Kopf ausschütten, der – Zauberei! – doch leer war. Der Hausmeister machte sich ansonsten über Warstein lustig: „Im Rathaus sind sogar schon Papiertücher verboten. Da steht ,Tempo’ drauf!“.

Schottische Klänge

Dudelsackklänge hatten die „West Highland Pipes an Drums“ mitgebracht. Wobei so weit westlich sind die Musiker allerdings gar nicht angesiedelt, denn sie kommen aus Geseke.

Kindlichem Wissensdurst widmeten sich die MFC-Frauen mit „Rolf Zuckowskis Fragestunde“ – trotz Playback hatten die Akteure die Halle schnell in der Hand, die Stimmung kochte.

Premiere feierte „Der Ballermann von Meiste“, der mit kleinen Menschen (jeweils dargestellt von zwei Mitgliedern) tanzte – den „Ententanz“ gab es als Zugabe sogar noch ein zweites Mal.

Geschunkelt werden durfte natürlich auch – und das sogar mit prominenten Gästen, denn das Kölner Dreigestirn mit Bauer, Jungfrau und Prinz gaben sich in der Meister Schützenhalle die Ehre und ließen das Volk schunkeln.

Waren es flatterhafte Wesen, die Tänzerinnen der Damengarde der KG Rüthen? Auf jeden Fall waren auch sie zauberhaft und brillierten mit ihrem Showtanz, ehe die „Frechen Früchtchen“, ein Stammtisch, die Puppen (oder besser Füße) tanzen ließen – sie sorgen seit Jahren für gute Unterhaltung im Meister Karneval.

Keine Nachwuchssorgen

Ohne Nachwuchs ist die Zukunft ungewiss. In Meiste muss man sich da offensichtlich keine Sorgen machen, denn die „Sprinkels“ hatten einen tollen Showtanz eingeübt. Gaben Sie zunächst in sehr junger Kleidung eine Kostprobe ihres Können, verschwand die schnell – und plötzlich wurde es noch schneller auf der Bühne. Sie hatten sich ihre Zugabe wirklich verdient.

Bevor es zum Finale noch einmal für alle Akteure auf die Bühne ging, durfte die Playback-Show nicht fehlen. Und die fand natürlich in diesem Jahr ganz im Stile der 1960er Jahre statt – mit Elvis als Hauptakteur.