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Zahl der Verkehrsunfälle steigt

27.02.2008 | 17:20 Uhr

Werl. (vol) Eine getötete 82-jährige Fußgängerin am 10. Februar 2007 im Herrensberger Weg, 25 Schwerverletzte und 76 Leichtverletzte bei insgesamt 762 Verkehrsunfälle auf dem Werler Stadtgebiet...

... das ist die traurige Bilanz, die die „Direktion Verkehr” bei der Kreispolizei Soest aus dem Jahr 2007 für die Hellwegstadt ziehen musste.

Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt. Foto: Thomas Nitsche

„Dabei steht die Marienstadt noch unter dem Schutz der Mutter Gottes”, stellt Polizeihauptkommissar Ortwin Jathe fest. Denn in Bezug auf die Verkehrsunfälle sei Werl eigentlich „absolutes Mittelmaß — nichts Hervorstechendes, nichts Bemerkenswertes”. Aber vielleicht sei das ja gerade bemerkenswert. Bei der Verunglücktenhäufigkeitszahl — das ist statistisch gesehen die Zahl der Verunglückten pro 100 000 Einwohner — rangiert Werl im Vergleich von 83 Kommunen im Regierungsbezirk Arnsberg auf Platz 10. Im Kreis Soest stehen in Relation zur Einwohnerzahl nur Wickede (Platz 2) und Bad Sassendorf (8) besser da. Darüber liegen zum Beispiel Ense (19), Welver (49), Lippetal (73), Soest (77) und Möhnesee (81). Die Menge der Unfallzahlen ist vom Jahr 2006 auf das Jahr 2007 von 703 auf 762 gestiegen. Dafür ist die Zahl der Verkehrstoten von drei auf eine gesunken und die Zahl der Schwerverletzten sogar von 34 auf 25. Bei den Leichtverletzten ist ein Anstieg von 70 auf 76 zu verzeichnen. Es haben sich keine neuen Unfallschwerpunkte in der Marienstadt entwickelt. Aus dem Jahr 2004 blieb der Schwerpunkt auf der Kreuzung Steiner-/Neheimer Straße/Hellweg/Waltringer Weg erhalten, obwohl die neue Umgehungsstraße B 1n der Durchgangsverkehr entlastet. Die Kreuzung B 1n / B 516 /Neheimer Straße hat als Unfallschwerpunkt aus dem Jahr 2005 ebenfalls weiterhin Bestand. Hier setzt die Polizei auf den neu aufgestellten Starenkasten, da in dieser Kreuzung die meisten Unfälle durch zu schnelles Hineinfahren verursacht wurden. Ortwin Jathe: „Die Abbieger haben hier ein paar Probleme.” Kreisweit verzeichnet die Polizei 6,5 Prozent mehr Unfälle mit Personenschaden als im Vorjahr. Die Beamten sind alarmiert und wollen nun die Geschwindigkeitskontrollen außerhalb geschlossener Ortschaften verstärken. Im Werler Bereich werden unter anderem Abschnitte der B 1, B 63 und B 516 besser kontrolliert.

Volker Dörken



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