Zahl der Einsätze um 20 Prozent gestiegen

Rüthen..  Die Feuerwehr ist Ehrensache! So lautet ein landesweites Projekt, das die Zukunft der Wehr in den Fokus stellt. Dieses Thema griff auch Kreisbrandmeister Thomas Wieneke bei der Jahreshauptversammlung der Gesamtfeuerwehr der Stadt Rüthen auf.

Es gehe um die Tagesverfügbarkeit, betonte der Kreisbrandmeister. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels müsse auch Quer gedacht werden. „Auch Menschen mit Behinderung können in der Wehr dienen“, erklärte Thomas Wieneke. Auch die Frauenquote müsse gestärkt werden. Auf der Suche nach personellen Lösungen, stehe die Stärkung der Jugendfeuerwehr an vorderster Stelle.

Da kann Rüthen mitsprechen: Immerhin sind 26 Jungen und 6 Mädchen mit Begeisterungin der Jugendfeuerwehr aktiv. An dieser Erfolgsgeschichte wird seit 10 Jahren geschrieben. Mehrere Jugendliche haben bereits erfolgreich an Seminaren und Lehrgängen teilgenommen und konnten dadurch in den aktiven Dienst einbezogen werden.

Zeit für Lehrgänge geopfert

Auch die großen Kameraden der Wehr setzten im vergangenem Jahr nachhaltig auf Ausbildung. Für alle Lehrgänge mussten sich die Teilnehmer intensiv vorbereiten, was immer eine zusätzliche nicht zuletzt auch zeitliche Belastung bedeute, betonte Stadtbrandinspektor Fritz Bitter in seinem umfangreichen Jahresbericht. Alleine am Institut der Feuerwehr in Münster belegten Kameraden der Rüthener Wehr 11 Lehrgängen mit Erfolg. Insgesamt besuchten Aktive im vergangenem Jahr 25 Lehrgänge erfolgreich.

Um die Schlagkraft der Wehr auch technisch zu sichern, stand im letzten Haushalt eine Menge Geld für Investitionen. Aus einer Wunschliste gab es am Ende eine Prioritätenliste. Die größte Investition ging an die Löschgruppe Kallenhardt. Sie kann nun für den Einsatz ein neues TLF 3000 auf Unimogbasis nutzen. Das Fahrzeug löste den 30 Jahre alten TLF 8/18 ab.

Dass die Fahrzeuge nicht nur in der Halle stehen, unterstrich der Einsatzplan: Mit einer Steigerung von 20 Prozent rückte die Wehr im vergangenen Jahr zu 119 Einsätzen aus. Darunter 36 tatsächliche Brände, 59 technische Hilfen, 9 Brandsicherheitswachen. Hinzu kamen mehrere überörtliche Einsätze, darunter zwei ABC-Einsätze.

Idee mit Pfiff

Bei soviel ehrenamtliches Engagement gab es natürlich auch Lob und Dank von Bürgermeister Peter Weiken, der sich sicher ist, dass mit dem Querdenken hinzubekommen, auch wenn ihm ein scherzhafter Vorschlag wohl nicht so gefiel: Um mehr Mütter in die Wehr zu bekommen, bekäme auch er jetzt einen Alarmmelder, um am Feuerwehrhaus während des Einsatzes die Aufsicht über die Kinder der Feuerwehrfrauen zu übernehmen. Eine mit großem Applaus bedachte Idee, die zumindest für den humoristischen Teil des Abends sorgte.