Wonnemonat reizt nur wenig Hochzeitspaare

Foto: WAZ/Gernot Noelle

Warstein..  Die Zeiten, als jeder zweite Junge Kevin hieß, sind lange vorbei. Auch neue Trendnamen sind bei den Warsteiner Jungen lange nicht so ausgeprägt, wie bei den Mädchen. Wenn es einen Trend gibt, der bei der Namensgebung für den männlichen Nachwuchs erkennbar ist, dann ist es der zur Individualität.

Schließlich reichen Noah schon vier Nennungen im Geburtenverzeichnis,m um auf Platz 1 der beliebtesten Jungennamen zu kommen. Dicht gefolgt von Alexander, Luca und Mika, die jeweils drei Mal von Eltern als Name für ihren Sprössling ausgesucht wurden.

Einen klaren Favoriten gibt es bei den Mädchennamen. Marie führt mit sieben Nennungen die Bestenliste an. Leni und Leonie folgen mit jeweils vier Eintragungen ins Stammbuch.

Weniger gefragt bei der Namenssuche für den Nachwuchs sind Doppelnamen. Die meisten Eltern entscheiden sich dazu, ihrem Kind nur einen Vornamen zu geben. Bei 234 registrierten Geburten – 111 männlichen Babys stehen 123 weibliche gegenüber – entschieden sich dafür 174 Elternpaare, 59 gaben ihrem Kind zwei Vornamen. Nur ein Elternpaar wählte die Variante, seinem Kind drei Vornamen zu geben.

Zahl der Geburten angestiegen

Stark angestiegen ist die Zahl der Geburten im Vergleich zum Vorjahr. So wurden 2013 nur 206 Geburten registriert, 28 weniger als 2014. Der geburtenstärkste Monat war der September mit 24 neuen Erdenbürgern, dicht gefolgt vom Januar und Juli mit jeweils 23 Geburten.

Auch wenn mehr Geburten registriert wurden, so schrumpft die Stadt Warstein doch weiter, ist die Zahl der Sterbefälle doch höher als die des Familienzuwachses. Wie 2013 wurden auch 2014 insgesamt 314 Sterbefälle im Standesamt registriert. 2012 waren es noch 283 Sterbefälle.

Fast gleich ist dabei die Zahl der männlichen und weiblichen verstorbenen Personen. Im vergangenen Jahr starben 154 Männer und 160 Frauen. Das Gros der Verstorbenen (136 Sterbefälle) war zwischen 80 und 89 Jahre alt. 64 der Verstorbenen waren zwischen 70 und 79, 44 der Verstorbenen zwischen 90 und 94 Jahre alt. Auch junge Verstorbene galt es zu beklagen: Zwei der Toten, die zu Grabe getragen werden mussten waren zwischen 30 und 39, fünf zwischen 40 und 49 Jahre alt.

Weiter im Kommen sind die Feuerbestattungen. Seit 1999, als sich nur zwölf Prozent für eine Feuerbestattung entschieden – dies entspricht 367 von 308 Verstorbenen, steigt die Zahl der Urnenbestattungen stetig. 2008 wurde erstmals die 50-Prozent-Hürde geknackt, damals wurden 145 der 259 Verstorbenen (56 Prozent) feuerbestattet.

Ein Trend, der sich fortsetzt. So wurden 2012 und 2013 jeweils 67 Prozent der Verstorbenen in einer Urne beigesetzt, von 283 Verstorbenen waren dies 2012 191 und im Folgejahr gab es bei 314 Sterbefällen 211 Urnenbeisetzungen. Im vergangenen Jahr waren es sogar 74 Prozent der Verstorbenen, die in einer Urne beigesetzt wurden. Auf 314 Sterbefälle kamen somit 231 Feuerbestattungen.

Weniger schließen Bund fürs Leben

Abnehmend ist im Stadtgebiet auch die Zahl der Eheschließungen. Waren es 2011 noch 117 Paare, die den Bund fürs Leben schlossen, so sinkt ihre Zahl seitdem stetig. 2012 waren es 100 Paare, die sich das Ja-Wort gaben, im folgenden Jahr nur 95 Hochzeitspaare und 2014 sank die Zahl der Eheschließungen auf 84. 43 fanden im Rathaus, 32 im Haus Kupferhammer statt. Vier Paare heirateten in Hirschberg, fünf im Haus Dassel.

Der Mai ist dabei nicht der beliebteste Monat für die Hochzeit. Die meisten Eheschließungen gibt es seit 2011 im Dezember – im vergangenen Jahr waren es 18 Paare, die sich zum Jahresende das Ja-Wort gaben. Zweitstärkster Monat ist der September. Hier schlossen zehn Paare den Bund fürs Leben. Die wenigsten Ja-Worte gab es im März: Hier heiratete lediglich ein Paar.

Zusätzlich zu den Eheschließungen wurden im vergangenen Jahr drei Lebenspartnerschaften geschlossen. Zwei der Paare waren weiblich, eines männlich.