WLE: Politiker wollen erst Zahlen sehen

Rüthen..  Obwohl sich alle Parteien im Rat einen Ausstieg aus der WLE, für deren Verluste die Stadt jährlich 40 000 Euro zahlt, vorstellen können, wurde der konkrete Antrag der BG bei der Stadtvertretersitzung von CDU und SPD abgelehnt. Dabei ging es nicht um den Ausstieg an sich, sondern die zeitliche Abfolge. Christ- wie Sozialdemokraten möchten zunächst, wie im Haupt- und Finanzausschuss verabredet, Zahlen sehen. Dabei geht es besonders darum, wie oft Züge das Gleis im Möhnetal befahren. Ditmar Kruse (SPD) regte darüber hinaus an, alle Gewerbetreibenden an der Strecke zu befragen, ob ein Verzicht auf den Gleisanschluss möglich ist.

„Zeichen setzen“

Dass die Strecke nicht abgebaut werde, auch wenn die Stadt keine Anteile an der WLE mehr halte, bekräftigte hingegen Franz-Josef Dohle (BG). Mit einem Beschluss zum Ausstieg könne man jedoch schon jetzt ein Zeichen setzen – auch haushaltspolitischer Natur, erklärte er unmittelbar bevor die Stadtvertretung den Haushalt 2015 verabschiedete. Ähnlich sah dies Wolfgang Henze (FDP). Demgegenüber konnte Antonius Krane (CDU) „die Hektik nicht verstehen“.

Trotz Ablehnung des BG-Antrages bleibt das Thema auf der Tagesordnung der Politik.