Wirtschaftliche Aktivitäten an Quellen sofort einstellen

Trinkwasserschutz. Dass man in Wasserschutzgebieten aus gutem Grund alles unterlassen muss, was das Grundwasser beeinträchtigen könnte, versteht und weiß jeder.


Es hat den Anschein, als wäre das in der Nähe einer Trinkwasserquelle aber ganz anders. Kann hier jeder tun, was er will? Wie kann man heutzutage noch darüber diskutieren, ob der Grundwasserpegel beeinträchtigt wird, wenn in ganz geringer Entfernung von einer Quelle, die lebenswichtiges Wasser liefert, z.B. ein Steinbruch betrieben wird?


Sind aus menschlicher Sicht durch Luftverschmutzung, Lärm, kaputte Straßen – bis hin in den Umkreis von Nachbargemeinden – nicht schon genug Grausamkeiten (Gesundheitsgefährdung, Wohnqualitätsverlust, sowie Wertverlust von Immobilien) zu beklagen, muss man jetzt auch noch das Trinkwasser von tausenden von Menschen kaputt machen?


Mit welcher Schamlosigkeit und wie lange noch kann die Profitgier des Mammon das Leben von tausenden Menschen in Deutschland weiterhin gefährden oder zerstören? Und derjenige, der glaubt, dass er das Recht dazu habe, muss der sich nicht die Frage gefallen lassen, ob es nicht bestenfalls Menschensatzung und Menschengebot sind, auf die er sich bezieht? Was immer auch passieren wird, eines ist sicher: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme (Matth. 19, Vers 24).


Sofortige Einstellung jeglicher wirtschaftlicher Aktivitäten in der Nähe und im Einzugsgebiet von Trinkwasserquellen, das ist meine Forderung an unsere politischen Entscheider auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene.


Meine Hoffnung und mein Wunsch stehen auf der Gewissheit, dass eine hohe und lebenswerte Wohnqualität ganz sicher zu wirtschaftlich sowie sozial gesunden und dauerhaft lebensfähigen Kommunen führt, mit blühenden Innenstädten und zufriedenen Bürgern.