Winterzauber lockt sogar Gäste aus Münsterland

Warstein..  Die Besucherzahlen steigen an, Aktionen wie der Winterzauber stoßen auf große Resonanz. Sicher sind sich die Bilsteintaler, dass sich das Bilsteintal nach dem Auslaufen der Förderung durch die Stadt im kommenden Jahr selbst tragen und man sogar Mittel erwirtschaften wird, so dass eine Weiterentwicklung gesichert ist.

Das vergangene Jahr war bisher das beste Jahr seit der Übernahme der Verantwortung in Wildpark und Höhle durch den Bilsteintal e.V. vor dreieinhalb Jahren. Die Bilsteinhöhle wurde von 39 133 zahlenden Gästen besucht. Im Jahr zuvor waren es, trotz der Legionellen-Krise, 32 406 Besucher, 2012 sogar 33 087 Interessierte. Im letzten kompletten Jahr in städtischer Regie 2010 kamen 26 200 Besucher. Seither konnten die Besucherzahlen also um rund 50 Prozent gesteigert werden. „Bei langfristiger Betrachtung der Besucherzahlen wird deutlich, dass der von 1991 bis 2010 vorherrschende Negativ-Trend gebrochen und umgekehrt werden konnte“, betont Bilsteintaler Stefan Enste.

Gestiegen sind auch die Jahresumsätze. „Allein durch die Registrierkasse sind 213 437,26 Euro gelaufen“, freuen sich die Ehrenamtlichen. Dazu kommen Einnahmen aus Rechnungen, Zuschüsse vom LWL für die beiden FÖJ-Dienstleistenden und von der Stadt. So konnten insgesamt 251 516,79 Euro erwirtschaftet werden.

Dem gegenüber stehen Gesamtausgaben im vergangenen Jahr von 223 375,17 Euro. Somit wurde ein Überschuss von 28 141,62 Euro erwirtschaftet. Das bedeutet, dass die Bilsteintaler auch im vergangenen Jahr schon auch ohne den städtischen Zuschuss von 1500 Euro im Monat schon einen Überschuss erwirtschaftet hätten.

Zu einem unentbehrlichen finanziellen Standbein hat sich der Winterzauber gemausert. In den Monaten November und Dezember erbrachte das besondere Angebot rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes. „Auffällig in dieser Saison ist – neben der Tatsache der weiter deutlich steigenden Zahlen – vor allem der erweiterte Einzugsbereich des Winterzauberprogramms“, bilanziert Stefan Enste. Besuchergruppen und Familien reisten teilweise aus Paderborn, Iserlohn und Osnabrück an.

Aufwärts zeigt der Trend auch bei dem Verkauf von Wildfutter. So wurden im vergangenen Jahr 13 684 Päckchen mit Futter – gegenüber 8 028 Päckchen im Jahr 2009 – verkauft. Dies sei zum Teil auch auf die milde Witterung zurückzuführen, sind sich die Bilsteintaler sicher. An den meisten Sonntagen herrschte gutes Wetter, nur wenige Sonntage seien verregnet gewesen. „Da wir keine Möglichkeit haben, die Wildpark-Besucher zu zählen, ist diese Zahl der beste Hinweis darauf, dass auch der Wildpark mehr Besucher anlockt.“

Ein positiver Trend, der weiter fortgesetzt werden soll. Ein wesentlicher Baustein für den Verein ist die Nutzung der ehemaligen Jugendherberge. Daher stellt der Bilsteintal-Verein den Antrag an den Rat der Stadt Warstein zum Erhalt und Sanierung des Gebäudes. Die Planungen des Vereins sehen vor, nach der Sanierung auch die oberen Etagen für Ausstellungen und für die Durchführung von Umweltbildungsprojekten zu nutzen. „Nur, wenn uns diese Flächen zur Verfügung stehen, können wir das Angebot des Bilsteintals in der angestrebten Weise weiter entwickeln“, heißt es in dem Antrag. „Zudem handelt es sich bei der ehemaligen Jugendherberge um ein landschaftsprägendes Gebäude im Bilsteintal, das wir unbedingt erhalten möchten.“ Der Verein hofft dazu auf Fördermittel aus Leader und dem Förderprogramm zur Dorfentwicklung.