Wingenfelder-Brüder in Rüthen

Tolles Konzert in ausverkauftem Haus: Zum wiederholten Mal begeistern Kai und Thorsten Wingenfelder sowie Norman Keil die Musikfreunde in der intimen Atmosphäre des Alten Rathauses.
Tolles Konzert in ausverkauftem Haus: Zum wiederholten Mal begeistern Kai und Thorsten Wingenfelder sowie Norman Keil die Musikfreunde in der intimen Atmosphäre des Alten Rathauses.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Berlin, München, Köln, Osnabrück und zum krönenden Abschluss: Rüthen. Nicht selten füllen die Wingenfelder-Brüder von der ehemaligen Band „Fury in the Slaughterhouse“ riesige Konzerthallen. Jetzt konzertierten sie im Alten Rathaus.

Rüthen..  Berlin, München, Köln, Osnabrück und zum krönenden Abschluss: Rüthen. Nicht selten füllen die Wingenfelder-Brüder von der ehemaligen Band „Fury in the Slaughterhouse“ riesige Konzerthallen mit bis zu 25 000 Zuschauern und begeistern mit ihren Live-Akustik-Shows.

Dass sie aber auch vor einem kleineren Publikum mindestens genauso erfolgreich sind, bewies ihr Konzert am Sonntagabend im Festsaal des Alten Rathauses.

Bereits seit vier Monaten war das Konzert ausverkauft, damit das erste ausverkaufte Haus ihrer gesamten Trio-Tour – Dritter im Bunde ist Norman Keil. Mit rund 120 Zuschauern war es auch eines der kleinsten, dafür aber in einer umso intimeren, familiäreren Atmosphäre, wie der Organisator des Abends, Karsten Krebsbach, stolz erklärte.

2010 wurde die Band von den Brüdern Kai und Thorsten Wingenfelder gegründet, die beide als Songschreiber, Gitarristen und Sänger wahre Multitalente sind. Diese Funktion hatten die beiden auch bei der 2008 aufgelösten Rock-Band „Fury in the Slaughterhouse“. Ihr erstes Album „Besser zu zweit“ erreichte 2011 sogar Platz 35 der deutschen Charts und seither geht die Erfolgsgeschichte der Band steil bergauf.

Bereits zwei Tourneen, die nach ihrem Album „Selbstauslöser“ benannt wurden, sowie eine Festival- und Open Air-Tour im vergangenen Sommer krönten den Erfolg der insgesamt sechs Musiker. Anfang 2015 gingen die beiden Brüder dann mit ihrem Gitarristen Norman Keil auf eine ganz besondere Reise: Intim, exklusiv und persönlich ist die kleine „Trio-Akustik“-Tour 2015.

Diese sollte eigentlich schon am vergangenen Samstag beendet sein, Karsten Krebsbach war es dann, welcher die drei zum „krönenden Abschluss“ in die Bergstadt einlud. Diese Einladung nahmen die Musiker gerne an, schließlich ist Rüthen ein „gern gesehenes Pflaster“ bei den Wingenfeldern, wie Krebsbach betonte: „Die Jungs fühlen sich wirklich wohl hier, sie sind hellauf begeistert“.

Eigene Songs und Fury-Klassiker

Hellauf begeistert waren nicht nur die Stars des Abends, sondern auch ihr Publikum: Alle Plätze im Festsaal waren besetzt, den Stars einmal ganz nah sein, diese Chance ließen sich die Wingenfelder-Fans nicht entgehen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Mit einer Mischung aus neuen und alten Wingenfelder-Songs, Eigeninterpretationen von Fury-Klassikern, umrahmt von traurig-lustig-schönen Geschichten über das Leben oder dem, was wir manchmal dafür halten, haben sich die drei Jungs in die Herzen einer treuen Fangemeinde gespielt.

Dabei schien es so, als würden sich die Musiker und ihr Publikum schon eine Ewigkeit kennen: Sie scherzten, lachten mit ihnen und erzählten ihnen private Geschichten aus ihrem Leben, von ihren Kindern oder ihrer Jugend – eben so, wie man mit seinen engsten Freunden redet. Dass es eigentlich große Stars sind, mit denen man sich dort auf der Bühne in einer so intimen Atmosphäre unterhält, konnte da schnell in Vergessenheit geraten.

Somit waren zwei Dinge nach dem Konzert völlig klar: Das Publikum war begeistert, belohnte die Sänger mit tosendem Applaus. Und das Strahlen der Musiker verriet, dass sie bald wieder nach Rüthen zurückkehren werden.