Westkalk baut Gabionen-Produktionslinie aus

Warstein..  Um ihre Produktqualität weiter zu steigern, hat die Firma Westkalk in den vergangenen 14 Tagen im Rahmen der jährlichen Winter-Reparatur aufwändige Optimierungsarbeiten durchgeführt. Im Werk Warstein wurde in der Nachbrecheranlage eine vorhandene Produktionslinie optimiert. Kostenpunkt: rund 20 000 Euro.

Ziel ist es, die Fehlerquote bei der Produktion von Gabionensteinen auf ein Minimum zu reduzieren. Gabionen sind jene „Mauern“ aus Drahtgeflecht, die mit Steinen unterschiedlichster Art gefüllt werden können. Westkalk hat in diesem Winter an beiden Standorten weitere 150 000 Euro in die vorlaufende Instandhaltung der Anlagentechnik investiert. „Wir sind fest davon überzeugt, dass sich die Investition auszahlen wird“, sagt Westkalk-Geschäftsführer Franz-Bernd Köster.

Denn die Nachfrage besonders nach Gabionensteinen sei enorm. Bei Westkalk wurden gut 30 000 Tonnen der 60 bis 120 mm großen Kalksteine im vergangenen Jahr produziert. Diese Steine – es handelt sich gewissermaßen um sehr große Schotterstücke – werden anschließend in Stahlkörbe verfüllt und eignen sich als Sicht- und Lärmschutz oder zur Stabilisierung von Hängen. Gabionen-Bauwerke werden sowohl in privaten Gärten als auch entlang von Straßen gerne verbaut.

Bisher eher feinen Splitt produziert

Bisher wurden die Steine nicht ausreichend von Absplitterungen, die beispielsweise an Bandübergabestationen entstehen können, befreit. „Weil unsere Produktionslinien jedoch generell eher für feinen Splitt ausgelegt sind, haben wir dieses Problem unterschätzt und es konnte immer Unterkorn entstehen. Die zu kleinen Steine fallen bei der Herstellung der Steinkörbe durch die Maschen der Gabionen“, erklärt der Technische Leiter bei Westkalk, Dr. Guido Mausbach.

Umweg über Siebmaschine

Diese Unterkörnung soll künftig der Vergangenheit angehören. Denn nun nehmen sämtliche gebrochenen Steine einen kleinen Umweg über eine Siebmaschine, die nach dem Siebvorgang nur große Steine ins Silo transportiert. Ein halbes Jahr lang wurde die wichtige Qualitätssicherungsmaßnahme vorbereitet. Denn für die Montagearbeiten stand lediglich ein Zeitfenster von 14 Tagen zur Verfügung, innerhalb dessen die großen Zementkunden ebenfalls Winterreparaturen durchführen und sämtliche Aktionen erledigt werden mussten.

Steinwaschanlage erneuert

In den Wintermonaten werden bei Westkalk traditionell einzelne Produktionslinien stillgelegt und die Maschinen überholt. Während dieser Zeit werden im Rahmen der sogenannten Winterreparaturen an den Standorten Warstein und Kallenhardt in erster Linie Verschleißteile an Brechern, Siebmaschinen, Förderaggregaten und Rutschen erneuert. Zudem bekam in diesem Jahr die Steinwaschanlage im Werk Kallenhardt eine umfangreiche Frischzellenkur. Insgesamt investierte Westkalk 170 000 Euro in die diesjährigen vorlaufenden Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen.

„Damit stärken wir nachhaltig unsere Position auf dem Markt“, so Köster.