Wenn sich die Belastungsspitzen zu einem Trauma entwickeln

Warstein..  Der Begriff „traumatisch“ hat längst Eingang in die Umgangssprache gefunden: Überall werden Ereignisse schnell mit traumatischem Erleben verbunden. Dies führte zu einer Diskussion darüber, was laut psychotherapeutischer Definition wirklich ein Trauma darstellt, weil die Abgrenzung zu „normalen“ Belastungsspitzen nicht immer klar sei.

Renommierte Experten

Diesem Thema widmet sich das 26. Psychotherapie-Symposion, zu dem die Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Warstein und Lippstadt für Dienstag, 17. März, in den Festsaal der LWL-Klinik Warstein einladen. Renommierte Experten auf dem Gebiet der Traumaforschung und -therapie werden als Referenten aktuelle Erkenntnisse vermitteln.

„Die Behandlung von traumatisierten Patienten oder Klienten ist eine wesentliche Aufgabe im psychiatrisch-psychotherapeutischen Kontext“, sagt Monika Stich, Leiterin des Fort- und Weiterbildungszentrums der LWL-Kliniken im Kreis Soest, die mit ihrem Team die Fachtagung organisiert hat. Die Nachfrage nach entsprechenden Behandlungsangeboten wachse, ebenso der Bedarf nach Anregungen für das therapeutische Handeln.

Nadine Stammel (Freie Universität Berlin) wirft die Frage auf: „Wen haben wir zukünftig als Traumapatienten?“ Dr. Andrea Möllering vom Evangelischen Krankenhaus in Bielefeld thematisiert im Rahmen der Veranstaltung „Konfrontationstherapie versus Stabilisierungsarbeit“. Zur „Transgenerationalen Weitergabe von Traumatisierung“ referiert Lydia Hantke (Berlin).

Auch Workshop-Arbeit

Der Drehbuch- und Buchautor Prof. Dr. Bernhard Wutka (Leipzig) stellt die „Cinetraumatologie“ vor. Dem Themenfeld „Missbrauch in der Therapie – Therapietrauma“ widmet sich Dr. Monika Becker-Fischer vom Deutschen Institut für Psychotraumatologie (Köln). In verschiedenen Workshops erhalten die Teilnehmer anschließend die Gelegenheit, die Themen des Symposiums vertiefend aufzugreifen.

Zu Beginn Stehcafé

Die Veranstaltung im Festsaal der LWL-Einrichtungen Warstein beginnt um 9.30 Uhr mit der Begrüßung durch LWL-Krankenhausdezernent PD Dr. Meinolf Noeker und den Ärztlichen Direktor Dr. Josef Leßmann. Bereits um 8.30 Uhr wird ein Stehcafé angeboten.

Anmeldungen für die Veranstaltung sind noch kurzfristig möglich unter 02902/821060, 02902/ 821064 oder 0151/40637430. Registrierungen sind auch per E-Mail möglich unter der Adresse info@lwl-fortbildung-warstein.de. Die Zertifizierung CME ist beantragt.