Weniger Raum als gedacht

Warstein/Rüthen..  Warstein hat weniger Wohnraum als lange gedacht. Das ist ein Ergebnis der Zensus-Erhebung aus dem Jahr 2011. Die Kommunen hatten zuvor ihre jeweils vorhandenen Daten fortgeschrieben (wodurch offensichtlich Fehler passierten) und zuletzt nur als „vorläufig“ bezeichnet. Durch die Gebäude- und Wohnungszählung konnten die statistischen Daten nun auf einen genauen Stand gebracht werden. Sie dienen in den folgenden Jahren als Basis für die Fortschreibung.

Stichtag 9. Mai 2011

Demnach verfügte Warstein zum Stichtag (9. Mai 2011) über exakt 12 251 Wohnungen in Wohngebäuden. Bislang war man von 12 565, also 314 mehr ausgegangen.

7448 dieser Wohnungen werden im Stadtgebiet vom Eigentümer selbst bewohnt, 115 weniger als bisher vermutet. Vermietet wurden 2011 ebenfalls 123 weniger als bisher in der Statistik erfasst, nämlich 4544.

Als Ferien- oder Freizeitwohnungen sind weitaus weniger Einheiten genutzt als bislang angenommen wurde: Ging die vorläufige Statistik noch von 156 aus, so ergab der Zensus nun 67 Einheiten, ganze 89 weniger. Leer standen im Mai 2011 618 Wohnungen (der vorläufige Wert lag bei 632). Richtig von der Wohnungsmarkbeobachtung der NRW.Bank ermittelt war allerdings die Leerstandsquote: Sie lag zum Stichtag bei 4,9 Prozent.

Nur 17 Ferienwohnungen

Auch Rüthen verfügt über weniger Wohnraum als bisher von den Statistiken im Rathaus erwartet: Die Erhebung ergab 4634 Wohnungen in Wohngebäuden, 149 weniger als bisher geglaubt. 3019 Eigentümer bewohnen ihre Wohnung selbst, 57 weniger als die „alte“ Statistik angab.

Zu Wohnzwecken vermietet waren in Rüthen statt 1588 nur 1529 Einheiten. Als Ferien- oder Freizeitwohnung wurden ganze 17 Wohnungen genutzt. Bislang war man für die Bergstadt noch von einem vielfachen, nämlich 67 Wohnungen ausgegangen.

In Rüthen ist damit die Leerstandsquote mit 5,3 Prozent höher als bislang gedacht. Die NRW.Bank errechnete mit den „vorläufigen“ Daten noch eine Leerstandsquote von 5,1 Prozent.