Weiter für schnelles Internet im unteren Möhnetal kämpfen

Bürgergespräch des Initiativkreises Allagen/Niederbergheim ein Jahr nach den Dorfkonferenzen.
Bürgergespräch des Initiativkreises Allagen/Niederbergheim ein Jahr nach den Dorfkonferenzen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Initiativkreis Allagen/Niederbergheim informierte beim Bürgergespräch unter anderem zum Thema „Schnelles DSL für Allagen“ – ein Vorhaben, das vorerst gescheitert ist.

Allagen..  „Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern!“ Mit diesem afrikanischen Sprichwort startete der Initiativkreis Allagen/Niederbergheim vor mehr als drei Jahren seine Arbeit zur besseren Gestaltung des Dorflebens.

„Wir haben in Allagen zwar kein schnelles DSL, aber mit den richtigen Anschlüssen können wir LTE nutzen, um in den Genuss von schnellerem Internet zu kommen“, erklärte der ehemalige Ortsvorsteher Peter Linnemann.

Auch das frei verfügbare WLAN (Freifunk) im gesamten Dorf war ein Gesprächsthema, bei dem sich die Bürger vor allem für die rechtlichen Rahmenbedingungen interessierten. Es ist eine Idee, auf öffentlichen Plätzen wie dem Dorfplatz oder im Waldstadion ein öffentliches WLAN-Netzwerk einzurichten, um dort die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Themenabend zu WLAN

„WLAN ist heute für alle Generationen interessant und es ist Fakt, dass dies ein wichtiger Faktor für viele ist“, betonte Siegfried Kutscher im Anschluss und erklärte, dass es dazu auch noch einen Themenabend geben wird.

In beiden Dorfgemeinschaften gab es aber auch viele andere Projekte, die in den vergangenen drei Jahren dazu beigetragen haben, die Lebensqualität zu verbessern. So wurde in Westendorf ein Briefkasten aufgestellt, der Adventskalender an der Grundschule wurde in eigener Regie organisiert, Blumen wurden gepflanzt und bei der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligten sich die Arbeitskreise, um die Dörfer sauber und attraktiv zu halten.

Auch Veranstaltungen wie die Dorfkonferenzen, die zahlreichen Dorfbegehungen, Vollmondwanderungen und die Unterstützung beim Presse-Neujahrsempfang in der Möhnetalhalle fielen unter die Leitung des Initiativkreises.

Wir haben schon viel erreicht, das macht uns Lust auf mehr“, so Siegfried Kutscher, der gleichzeitig verkündete, dass auch für die kommenden Monate schon vieles geplant und in Arbeit sei. Die Homepage des Initiativkreises wurde komplett überarbeitet und steht ab Mai zur Verfügung, damit sich jeder über die Termine und Projekte informieren kann.

Auch über eine Dorfzeitung wurde diskutiert, doch der hohe Kosten- und Zeitaufwand schreckte die Mitarbeiter ab. Sie entschieden sich für einen kleinen Newsletter, der vierteljährlich über das aktuelle Dorfleben informieren soll.

Blumenzwiebelmarkt im Herbst

Unter dem Thema „Mehr Grün für Allagen und Niederbergheim“ stellte Ulrich Cordes die Arbeit des Arbeitskreises für Ortsbild und Verkehr vor, der sich vor allem um Pflanz-Aktionen und die Pflege vieler Grünstreifen kümmert. Kommenden Herbst soll ein Blumenzwiebelmarkt veranstaltet werden, kündigte er bereits an, bei dem sich die Bürger verschiedenste Blumen aussuchen können.

Ein großes Thema war auch der Tourismus: Begrüßungsschilder am Ortseingang und Tafeln mit Anlaufzielen im Ort, sind ein wichtiger Aspekt um die Menschen anzulocken. Das sei wichtig, um auch das Dorfleben mit seinen Gaststätten und Ausflugszielen wieder in Gang zu bringen. Ein weiterer Plan für die nächsten Monate ist es, ein Begrüßungspaket für Neubürger zu gestalten.

Heinrich Münstermann stellte den ersten Arbeitskreis vor, der sich um die Vernetzung von Vereinen kümmert. „Vor allem im Jugendbereich ist es wichtig sich abzusprechen, aber auch Equipment kann man so besser untereinander austauschen“, erklärte er.

Interesse geschrumpft

Allagens Ortsvorsteher Gerald Wege bedankte sich bei allen aktiven Mitarbeitern des Initiativkreises: „Das ist eine tolle Arbeit die ihr da leistet, großes Lob dafür!“ Trotzdem bekommt die Arbeit im Initiativkreis nicht immer die entsprechende Anerkennung, die sie verdient hat, wie Heinrich Münstermann erzählte: „Das Interesse ist auf ein Minimum geschrumpft. Es ist noch nicht frustrierend, aber mehr als erschreckend!“

Siegfried Kutscher betonte, dass es wichtig sei, sich für den eigenen Ort einzusetzen: „Mischen sie sich ein!“ Er appellierte weiter darauf, dass sich jeder im Jahr 24 Stunden nehmen sollte, um sich für das Dorfleben zu engagieren, „Das sind zwei Stunden im Monat, lasst es uns gemeinsam machen, dann wird es was!“