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Kommunalpolitik

Weiken - einer für alle?

10.04.2008 | 15:47 Uhr

Peter Weiken will bei SPD, BG und FDP dafür werben, ihn als gemeinsamen unabhängigen Bürgermeisterkandidaten zu unterstützen.

Versucht er es 2009 erneut? Noch lässt Peter Weiken offen, ob er bei der Kommunalwahl auch als Einzelkandidat antreten würde. Archivfoto: Jürgen Kortmann

Rüthen. Peter Weiken macht Werbung in eigener Sache: Er will jetzt bei SPD, Bürgergemeinschaft und FDP dafür werben, ihn als gemeinsamen unabhängigen Kandidaten bei der Bürgermeisterwahl aufzustellen. Weiken lässt offen, ob er auch als Einzelkandidat antreten würde. 

Bei der CDU-Mitgliederversammlung im Herbst will er nicht kandidieren. Er habe nicht damit gerechnet, dass er in der Sitzung des CDU-Vorstandes auch gewählt würde, sagte Weiken — er habe aber die Chance nutzen wollen, sich endlich einmal bei der Union offiziell vorstellen zu können. Weiken wertet auch das Stimmergebnis durchaus als Achtungserfolg für sich: 24 Vorstandsmitglieder stimmten am Dienstag für Hartmut Modes, zehn für Weiken, zwei enthielten sich.

Zuvor war kritisiert worden, dass der geschäftsführende Vorstand der CDU ein Schreiben von Weiken im Vorfeld nicht an die Ortsunionen weitergeleitet habe: In diesem hatte der Rechtsanwalt der CDU angeboten, als Kandidat anzutreten — und gebeten, sich doch vorstellen zu dürfen. Weiken: Seit der Wahl 2004 habe er dies schon gesagt, „aber im Endeffekt gesprochen hat keiner mit mir”. Nach der Wahl sei er auch von vielen Christdemokraten ermutigt worden, doch für die CDU zu kandidieren. Erst am vergangenen Donnerstag habe ihn Stadtverbandsvorsitzender Hubert Sauerborn angerufen, und ihn zu der entscheidenden Vorstandssitzung an diesem Dienstag in Kallenhardt eingeladen. Fraktionschef Friedhelm Thomas habe er samstags beim Einkaufen getroffen, worauf ihm dieser gesagt habe, dass sich Weiken „keine Hoffnung machen soll”, da die Entscheidung des geschäftsführenden Vorstandes schon gefallen sei. Die Vorstandsmitglieder hätten alle erst einmal seltsam geschaut, meint Weiken, als er dann tatsächlich gekommen sei. In der Versammlung beklagte der CDU-Vorsitzende aus Menzel, Rudolf Fromme, dass die Ortsunionen nicht informiert worden seien, dass auch eine andere Bewerbung vorliege: So könne man sich kein Bild machen. 

Weiken hat weiterhin kein CDU-Parteibuch, sieht sich aber als unionsnah. Sein Vater ist der ehemalige Rüthener CDU-Ratsherr Adalbert Weiken. Peter Weiken bleibt dabei: „Ich bin unabhängig.” Er wirbt dafür, einen ausgebildeten Juristen zum Stadtoberhaupt zu wählen. Weiken gratulierte zwar Hartmut Modes, fragt aber heute rhetorisch: „Will man einen Polizisten zum Bürgermeister haben?” Weikens täglicher Beruf sei es, „zwischen Parteien zu vermitteln” — und das sei genau, was Rüthen brauche.

Juergen KORTMANN

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