Weg für größeres Menke-Betriebsgelände ebnen

Firma Menke Kunststoffe, Luftbild von Warstein, Sauerland
Firma Menke Kunststoffe, Luftbild von Warstein, Sauerland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Mit einer Erweiterung des Industriegebiets Mescheder Schling soll die Voraussetzung für eine künftige Expansion von Menke Kunststoffe geschaffen werden.

Warstein..  Eine Botschaft für den Standort im Süden Warsteins sendet das Unternehmen Menke Kunststoffe. Der Stadtentwicklungssausschuss soll auf dessen Wunsch hin in der kommenden Woche die Erweiterung des Industriegebiets Mescheder Schling beschließen. Zwei Hektar östlich des bisherigen Betriebsgeländes sollen hinzu kommen, womit das Unternehmen künftig an beiden Seiten der Straße liegen und deutlich näher an die Wohnbebauung heranrücken würde.

Die betroffenen Flächen gehören dem Unternehmen bereits. Wann das Betriebsgelände in diesem Bereich erweitert wird, steht aber noch nicht fest, wie Geschäftsführer Jürgen Menke auf WP-Anfrage erklärt: „Weil die Mühlen langsam mahlen, wollten wir jetzt schon einmal Klarheit für eine mögliche Erweiterung.“

Der Kunststoff-Hersteller profitiert von der guten Konjunktur in der Bauindustrie und beschäftigt inzwischen 120 Mitarbeiter. Wegen der guten Geschäftsentwicklung wird auf dem bestehenden Gelände noch in diesem Jahr eine neue Lagerhalle gebaut. „Damit wäre dieser Bereich aber voll“, erklärt Jürgen Menke.

Damit das Unternehmen auch darüber hinaus die Möglichkeit zur Expansion hat, sollen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine weitere Vergrößerung geschaffen werden. „Das bedeutet nicht, dass in dem Bereich jetzt sofort gebaut oder abgeholzt wird“, betont Jürgen Menke.

Bedenken von Anliegern

Bereits im September haben Anlieger in einer Bürgerversammlung ihre Bedenken vorgetragen. Sie fürchten, dass etwa die Lärmbelästigung weiter steigen und die Aussicht zerstört werde. Die ursprüngliche Idee, einen Landschaftsschutzwall zwischen Betriebsgelände und Wohngebäuden anzulegen, ist inzwischen verworfen worden. Stattdessen sieht der Bebauungsplan „geeignete Gehölzbepflanzung“ zum optischen Schutz vor.

Sollte die Erweiterung bebaut werden, müsse zudem ein neuer Weg für Fußgänger und Radfahrer angelegt werden, der um das Betriebsgelände herumführen würde. Bislang nutzen sie die Straße Mescheder Schling, die künftig eben mitten durch das Betriebsgelände führen könnte. Der benachbarte Landwirt soll die Straße nach Absprache dagegen auch weiter benutzen.

Erweiterung in Schutzgebiet

Wenige Probleme sieht die Stadtverwaltung darin, dass die Erweiterung in ein Wasserschutzgebiet reichen würde. „Für die Einleitung des Niederschlagswassers aus den vorhandenen versiegelten Flächen des Betriebes besteht eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde beim Kreis Soest“, heißt es in der Vorlage. Das bestehende Entwässerungssystem habe seine Kapazitätsgrenzen erreicht, so dass zur Ableitung weiterer Niederschlagsmengen ein kleines Regenrückhaltebecken gebaut werden müsse.

„Einen anderen Standort zu suchen, wäre deutlich einfacher gewesen“, sagt Jürgen Menke, doch das kam nicht infrage: „Wir sind hier glücklich und zufrieden.“