Wasser bekommt bessere Qualität

Die Delegation der CDU-Kreistagsfraktion mit Alfred Striedelmeyer (2.v.l.) und Ulrich Häken (4.v.l.) besichtigen die Qualitätssicherungsanlage bei Kallenhardt.
Die Delegation der CDU-Kreistagsfraktion mit Alfred Striedelmeyer (2.v.l.) und Ulrich Häken (4.v.l.) besichtigen die Qualitätssicherungsanlage bei Kallenhardt.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
  • Qualitätssicherungsanlage der Lörmecke Wasserwerke geht bald in Betrieb
  • Es soll weniger Trübungen geben
  • 100.000 Menschen bekommen Wasser aus Kallenhardt

Kallenhardt..  Zum Jahresende soll die neue Qualitätssicherungsanlage des Lörmecke-Wasserwerks (LWW) in der Nähe von Kallenhardt in Betrieb gehen. Dann sollen Trübstoffe ausgefiltert werden, ehe das kühle Nass auf die Reise zu den 100 000 Verbrauchern im Kreis Soest geht.

Über den Stand der Arbeiten informiert sich jetzt auch eine Delegation der CDU-Kreistagsfraktion vor Ort: „Für uns hat die Qualität des Wassers eine hohe Bedeutung“, unterstrich Vorsitzender Ulrich Häken beim Besuch.

„Bisher haben wir direkt an der Lörmeckequelle keinen ausreichenden Schutz, um auf Dauer das Wasser frei von Keimen und Bakterien zu halten. Zudem hat sich in den letzten Jahren das öffentliche Bewusstsein für die Wasserqualität weiterentwickelt“, erläuterte Alfred Striedelmeyer, Geschäftsführer des Lörmecke Wasserwerks, die Beweggründe für den Bau der rund 4,7 Millionen Euro teuren Anlage.

Unter den Grenzwerten

Die Werte bei den Trübstoffen lägen bislang immer unter den Grenzwerten, ergänzte Lörmecke-Wasser-Prokurist Rafael Schmidt auf Nachfrage der WP. Allerdings komme es inzwischen „häufiger“ vor, dass die Werte höher als normal seien. Den Nachweis zu führen, wer Verursacher sei, sei jedoch praktisch unmöglich. Die Lörmecke-Quelle fördert Karstgrundwasser. Da der Karst bis knapp unter die Erdoberfläche reicht, sind die Schutzschichten gegen Verunreinigung gering. Damit unterliegt das hochwertige Grundwasser erhöhten Risiken zum Eintrag von Schadstoffen, erläuterte der Lörmecke-Chef der CDU-Delegation. Mit dem Betrieb der Qualitätssicherungs-Anlage wappnet sich das LWW gegen diese Risiken.

Mehr als Sicherheits-Chlorung

Das Lörmecke Wasserwerk, das damit nicht allein auf die Sicherheits-Chlorung setzt und damit wieder „auf dem Stand der Technik“ (Schmidt) ist, ist eine 100-prozentige Tochter des Kreises Soest. Mit dem Wasser aus Kallenhardt werden vier Kommunen direkt versorgt, bei zwei Kommunen ist das Lörmecke Wasserwerk Vorlieferant für die dortigen Stadtwerke.