Warsteiner Narren suchen im All nach der Neuen Mitte

Rosenmontagszug Warstein
Rosenmontagszug Warstein
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine Schaufensterpuppe, die gewisse Ähnlichkeiten mit Bürgermeister Manfred Gödde aufwies, haben die „Bunten Pichelklümpkes“ in einen Liegestuhl gesetzt. Getreu dem Motto „Warstein geht baden – mit Planschbecken und Ente schicken wir den Bürgermeister in Rente“ gönnen sie dem bisherigen Amtsinhaber Entspannung.

Warstein/Suttrop.. Die Suche nach einem neuen Bürgermeister war eines der bestimmenden Themen beim Rosenmontagszug von SKG und GWK, der gestern durch Suttrop und Warstein führte. Hunderte Menschen standen bei schönstem Sonnenschein am Straßenrand und bewunderten die kreativen, meist selbst geschneiderten Kostüme der knapp 50 Gruppen.

Monde leuchten in Sonne

Mehr zum künftigen Stadtoberhaupt könnten die „Mixed Pickles“ wissen, die als „Mann im Mond“ durch die Straßen zogen – die einzigen, die den Wahlausgang schon kennen?!

Auch die stockenden Planungen für das Domviertel nahmen die Karnevalisten aufs Korn. „In Warstein hat sie keine Schnitte – wir suchen im All ‘ne Neue Mitte“, begaben sich die Astronauten vom Stammtisch Z.T.Z.A und Co. auf neue Wege. Vielleicht können die Hexen vom „Bunten Haufen“ helfen?

Ernstere Unterstützungsangebote gingen von der „Blauen Jugend“ aus, die als Ninja Turtles für Warstein kämpften – dabei aber das eine oder andere Mal nur hilflos auf ihrem Schildkröten-Panzer lagen. Auch die Elfen von „The Heartbeats“ boten Hilfe an – ihr Augenmerk lag aber mehr auf der Zukunft des Hirschberger Waldfreibads. Und auch die Eversberger Bergstadtjecken waren in Elfen-Montur gekommen, widmeten sich aber größeren Problemen: „Ob Klimawandel, Unruhen oder andere Extreme – mit Elfenstaub lösen wir alle Probleme.“

Der Wasserfall auf ihrem Elfenwagen faszinierte die Besucher ebenso wie die schwingende Baggerschaufel von „Bob, dem Baumeister“, die vom KC Desperdos in Bewegung gesetzt wurde.

„Die Spezialisten“ boten womöglich eine Lösung für das Kneipensterben – und brachten einen Saloon auf die Straße. „Die drolligen Drölf“ fragten dagegen: „Wer braucht schon die Piano-Bar? Die Tiere aus Madagaskar sind jetzt da.“

Ausgelassen gefeiert

Mittendrin waren natürlich auch die Garden von SKG und GWK sowie die Prinzenpaare Marcus I. und Stefanie aus dem Hause Kiefer (Suttrop) und Thomas I. und Yvonne aus dem Hause Raulf (Warstein). Letztere wurden von ihrem Stammtisch „Die Rönen“ besonders gefeiert.

Und auch Tiger, Eskimos und Piloten feierten fröhlich mit den Jecken am Straßenrand – der Höhepunkt einer bunten Session.