Warsteiner Narren lassen es richtig krachen

GWK Kappensitzung
GWK Kappensitzung
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Die Halle bebt, die Narren lachen, Warstein lässt es richtig krachen“ lautet das Sessionsmotto der Großen Warsteiner Karnevalsgesellschaft.

Warstein.. Kein anderes Motto hätte die Stimmung der farbenfroh kostümierten Narren auf der 2. Kappensitzung trefflicher beschreiben können, denn nachdem bereits die Prinzenproklamation den Nerv der Karnevalisten getroffen hatte, folgte am Samstagabend eine ebenfalls gelungene und bunt gemischte Unterhaltungsshow mit Tanz, Musik und Büttenreden.

Restlos ausverkauft

Nach dem Einmarsch des amtierendem Prinzenpaares Thomas I. und Yvonne Raulf, dem Kinderprinzenpaar Fabian Hetzel und Sabrina Cornelius sowie allen Aktiven begrüßte GWK-Präsident André Dostal das jubelnde Publikum. „Die Halle ist restlos ausverkauft und ich kann euch versprechen, das wird ein tolles Programm“, freute sich Dostal. Damit sollte er Recht behalten, denn die gute Stimmung übertrug sich in Windeseile auch auf die Gastvereine mit ihren Tollitäten, denn die Kolping-Prinzengarde und der Hoinkhauser Freie Karnevalskreis hatten bei der Begrüßung des Kallenhardter Karneval-Clubs und ihrem dreimal kräftigen „mäh, mäh“ ihre anfänglichen Schwierigkeiten.

Bevor die beiden Präsidenten André Dostal und Thomas Müller durch das kurzweilige Programm führten und die Ehrungen des „Wöske Niggemären-Teams und der Trainerinnen vornahmen, ließ es sich Prinz Thomas I. nicht nehmen, dem närrischen Volk seine elf karnevalistischen Paragraphen zu verkünden. Schlag auf Schlag folgten die Programmpunkte angeführt vom tänzerischen Auftakt der „V8-Tanzband“ und ihrem Showtanz „Reiß die Hütte ab“. Auch die Junioren- und Seniorengarde der GWK zeigten ihr Können in farbenfrohen Kostümen.

Akrobatik pur bewies die Kolping-Prinzengarde mit dem Showtanz „Super Mario“, für deren Tanzpaar Denise Smorra und Manuel Brozat es der letzte Auftritt in der Garde war. „Ihr habt während eurer 69 Auftritte in den letzten Jahren eine tolle Arbeit geleistet“, bedankte sich Dostal.

„André Dostal hat mich als Büttenredner hierhin geschlört“, begann Thomas Severin seine launige Büttenrede, auf die so manch Warsteiner bereits gespannt war. Mit Bravour meisterte er sein Debüt. Severin, dem das karnevalistische Blut mit in die Wiege gelegt wurde – sein Großvater war über viele Jahrzehnte Präsident der GWK und sein Vater Elferratsmitglied – beschäftigte sich mit der Frage: „Warum sind wir Sauerländer – vor allem im Sauerland – so beliebt? Mit großem Applaus bedankte sich das närrische Publikum bei dem neuen Büttentalent. „Der ein oder andere hat sich bestimmt wiedererkannt, wenn es darum geht, wie wir Sauerländer ticken“, resümierte Vizepräsident Thomas Müller die Büttenrede.

Parodie auf den Bürgermeister

In die Reihen der heimischen Akteure gesellten sich auch die Warsteiner Klüngelköppe Marco Hesse und Max Spinnrath, die mit ihrer Parodie auf den Bürgermeister und viel Klamauk die närrischen Zuschauer zum Lachen brachten. Marco Hesse alias Manfred Gödde, demnächst auch bereit, Bundespräsident zu werden, hatte einige Ideen, wie es mit Warstein weitergehen könnte: „Die neue Mitte sollte am Kohlmarkt errichtet werden, Hirschberg könnte sich mit seinem Schwimmbad an Meschede anschließen und Niederbergheim wird abgeschoben“, so seine Planung.

„Wir sind die Rinder vom GBK – und wenn im ganzen Saal mal keiner lacht, hat Elke Bertling wieder einen Witz gemacht“, stimmten Spinnrath und Hesse das Publikum musikalisch ein und schlossen ihren gemeinsamen Beitrag mit dem Song von „Manfred Fischer“ und „Helene Gödde“: „Du bist ein Belecker!“

Andreas Wiemar orakelte als Magier zusammen mit den Mitgliedern des GWK-Elferrates, den „Rampensäuen“: Sie hatten die passende Lösung parat, wenn es darum ging für das Mülheimer Kloster einen neuen Eigentümer zu finden. „Ich sehe goldene Türgriffe und rote Teppiche – Franz-Peter Tebartz-van Elst wird der neue Käufer sein und das Bistum Limburg nach Mülheim verlegt“, so seine Eingabe, die von den Elferräten theatralisch in Mönchsgewändern nachgespielt wurde. Auch für die Warsteiner Feuerwehr und das Feuerwehrgerätehaus hatte „Wiemchen“ einen neuen Standort entdeckt: „Direkt am Hirschberger Freibad und dem bereits vorhandenen Feuerlöschteich.“

„Das Kneipensterben in Warstein hat ein Ende, der Stimm-Stamm wird von Rüdiger Ernst übernommen, der hier ein Après-Ski-Gelände errichtet“ so Wiemar. Diese Vision wurde umgehend von den „Wöske Atzen“ Robin Krohne und Dirk Mertens mit ihrem Song „Hey das geht ab“ umgesetzt.

Ulk Helau

Den Sitzungsabschluss mit einer Show aus Pauken, Trommeln und Trompeten inszenierte die Kult- und Marchingband „Ramba Samba“ aus Rheda-Wiedenbrück. Mit großem Applaus und einem dreifachen „Ulk Helau“ wurde Ramba Samba von der Bühne verabschiedet.