„Warstein und Belecke ergänzen sich hervorragend“

„Eine Stadt im besten Alter!“ 40 Jahre nach der kommunalen Neuordnung hat sich Warstein stark verändert – zum Guten, wie der frühere Bürgermeister Hermann Kroll-Schlüter und der langjährige Stadtdirektor Clemens Werner auf dem Presse-Neujahrsempfang betonten.

Zwei kleinere Gemeinden Warstein (mit Hirschberg, Suttrop und Kallenhardt) und Möhnetal mit Sitz in Belecke wären nicht umsetzbar gewesen, glaubt Hermann Kroll-Schlüter. Und auch Clemens Werner sagt: „Warstein und Belecke haben sich hervorragend ergänzt. Wenn man heute noch einmal vor der Frage stünde, müsste man das Gleiche noch einmal machen.“

Wo liegt Warsteins Mitte?

Da konnte der Allagener und langjährige Leiter des Stadtsportverbandes Arno Franke nicht uneingeschränkt zustimmen. „Das Möhnetal war und ist nach Soest orientiert.“ So seien etwa die Pläne, eine zentrale Sporteinrichtung im Wästertal anzulegen, gescheitert.

Lieber über Erfolge – etwa die Entwicklung des Krankenhauses Maria Hilf – als über vertane Chancen wollte Clemens Werner sprechen. Doch auch Fehlentwicklungen habe es gegeben. „Kardinalfehler war die fehlgeschlagene Verkehrsplanung“, sagte er, „Warstein hat es schwer, diesen Rückstand aufzuholen.“ Und auch die gescheiterte Brauwasser-Talsperre wäre eine Bereicherung gewesen, ist Werner überzeugt.

Hermann Kroll-Schlüter fragte: „Was hält die Stadt im Innersten zusammen?“ Denn Warstein dürfe nicht nur eine Stadt der Vielfalt bleiben, sondern müsse auch zu einer Stadt der Einheit werden. „Das kann sich nur gedeihlich entwickeln von der Mitte her“, sagte er, „wir müssen uns gemeinsam darüber freuen, wenn in der Mitte etwas passiert.“ Doch wo liegt die Mitte des Stadtgebietes? Kroll-Schlüter antwortet mit einem Schmunzeln: „Die Mitte ist in Warstein und Belecke hat das Potenzial dazu.“