Waldhausener Schützen sträuben sich

Die Waldhausener Schützen feiern Wolfgang Hüske als ihren neuen König
Die Waldhausener Schützen feiern Wolfgang Hüske als ihren neuen König
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Vorstand der Schützenbruderschaft St. Antonius hatte das Schießen am Feuerwehrhaus schon fast abgebrochen, da holte der 59-jährige Wolfgang Hüske nach mehreren Stunden den Vogel herunter.

Waldhausen..  Unüberhörbar marschierten die Waldhausener Schützen von der Schützenhalle herüber zum Feuerwehrhaus – allen voran der Musikverein Harmonie Boke, der sie mit Pauken und Trompeten unterstützte.

Am dritten Tag des Waldhausener Schützenfestes ermittelte die Bruderschaft ihr neues Königspaar. Aber gut Ding will bekanntlich Weile haben. Hatte zu Beginn noch die Sonne gelacht wurde es im Laufe der nächsten Stunden immer kühler. Stimmungstechnisch verhielt es sich umgekehrt. Nach dem Aufmarsch der Schützen und den Begrüßungsschüssen füllte sich der Platz im Laufe des Vormittags immer mehr. Fielen die Schüsse die erste Zeit nur vereinzelt, kamen die Schützen gegen 13 Uhr in Fahrt – zumindest scheinbar.

Kurz danach, schien es, wollte keiner mehr schießen. Vom Vogel hatten sich bis dahin nur kleine Teile gelöst. Gegen 13.45 Uhr ließ der Vorstand seine Schützen daher antreten, um ihnen ein wenig ins Gewissen zu reden.

Predigt zeigt Wirkung

„Es zeichnet sich nicht ab, dass der Vogel runterkommt“, so einer der Obersten. „Wir haben daher beschlossen, dass wir das Vogelschießen abbrechen.“ Schweigen. Der Vorstand setzte nach: „Jeder sollte mal darüber nachdenken, ob das der Weg ist, den wir wollen.“

Die Predigt schien gewirkt zu haben. Sofort hatte sich eine kleine Gruppe am Schießstand versammelt. Rund eine Stunde später schoss aber eigentlich nur noch einer: Wolfgang Hüske. Unter dem Jubel der ungeduldigen Menge versuchte er, das letzte Stück des Vogels von der Stange zu holen. Der Musikverein hatte sich zur Unterstützung am Rande aufgestellt und untermalte das Finale lautstark.

Gegen 15.10 Uhr setzte der 59-Jährige den entscheidenden und insgesamt 162. Schuss. Der Vogel fiel und sicherte Hüske den Königstitel. Nach langem Warten konnten die Waldhausener also endlich ihren neuen König präsentieren. Zur Königin wählte der Waldhausener, der beim Kreis beschäftigt ist, die gleichaltrige Birgitt Hermannschulte. Die beiden lösen André Kramer und Stefanie Hötte als Königspaar ab.

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