Wahl von Stefan Redder als Signal für Aufbruchstimmung

Stefan Redder aus Suttrop wurde in der Ratssitzung am 10. Februar zum neuen Ersten Beigeordneten und Kämmerer der Stadt Warstein gewählt.
Stefan Redder aus Suttrop wurde in der Ratssitzung am 10. Februar zum neuen Ersten Beigeordneten und Kämmerer der Stadt Warstein gewählt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Fraktionen schätzen Warsteins neuen Ersten Beigeordneten Stefan Redder für seine Sachkompetenz und für seine Heimatverbundenheit. Doch komplett ist die neue Verwaltungsspitze damit noch nicht.

Warstein..  Als CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Buschhoff in der Ratssitzung am Dienstag im Namen aller Fraktionen Stefan Redder als neuen Ersten Beigeordneten vorschlug, war das Ergebnis deutlich: Einstimmig wurde Redder von den Ratsmitgliedern gewählt (wir berichteten). „Dieses Signal können wir als Aufbruchstimmung werten“, sagte Buschhoff gestern im Gespräch mit der WP, „für die Stadt ist die Wahl Stefan Redders durchweg positiv.“

Neben seiner Sachkompetenz habe auch seine Warsteiner Herkunft überzeugt. „Er weiß, wie Warstein funktioniert.“ Der bisherige Kämmerer von Büren sei ein „guter erster Baustein“ für die neue Verwaltungsspitze, die mit der Bürgermeister-Wahl im September vervollständigt wird. Zu seinen eigenen Ambitionen bei dieser Wahl äußerte sich Buschhoff nicht.

„Sein Aufgabengebiet ist nicht von Pappe“, sagte Bernd Schauten, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, über die Wahl Redders, „da bot er sich als altbewährter Stratege aus dem Rathaus förmlich an.“ Im Auswahlgremium aus Vertretern der Fraktionen und der Verwaltung habe man sich daher schnell auf den Suttroper geeinigt.

Büren trägt Trauer

Schauten lobte ebenso wie BG-Fraktionschef Jochen Köster die Verdienste Redders um die Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) in Warstein. „Büren trägt Trauer, genauso wie vor knapp vier Jahren Warstein Trauer getragen hat“, sagte Köster, „wir haben einen würdigen Nachfolger für Florian Beutler gefunden.“

Jochen Köster lobte aber auch das Niveau der anderen Bewerbungen: „Die Kandidaten waren alle besser als die, die vor einigen Jahren für viel Geld mit Headhuntern gesucht wurden.“ Damals sei nach einer „Eier legenden Wollmilchsau“ Ausschau gehalten worden, „jetzt haben wir uns darauf besonnen, was in Warstein gebraucht wird.“

Als „qualifizierter Mann“ wird Stefan Redder auch bei der WAL geschätzt. „Er hat insbesondere in Aufgabenbereichen überzeugt, in denen die Stadt Warstein Neuland betreten hat“, spricht WAL-Fraktionsvorsitzender Bernd Belecke ebenfalls die NKF-Einführung an. „Als Vertreter des Bürgermeisters ist es außerdem hilfreich, aus Warstein zu kommen“, glaubt Belecke – auch wenn Kandidaten von außen womöglich mit einer anderen Sicht auf die Warsteiner Verhältnisse geblickt hätten. „Aber auch Stefan Redder war ja in einer anderen Verwaltung tätig und hat andere Strukturen gesehen.“