Vom Hubschrauberflug bis zum Glockengeläut

Screenshot: Warstein aus der Luft mit dem Hubschrauber.
Screenshot: Warstein aus der Luft mit dem Hubschrauber.
Foto: Manfred Böckmann / WP

Warstein..  Wer nicht im Netz der Netze, sprich dem Internet präsent ist, existiert heute für viele nicht mehr. Die Bedeutung dieser Möglichkeiten wurde lange unterschätzt. Das galt auch für die Videoplattform YouTube, die vor zehn Jahren gestartet ist.

Inzwischen finden sich nicht nur kleine Filmchen von Kindergeburtstagen, Hochzeiten und kleinen Missgeschicken dort. Firmen präsentieren sich auf diesem Wege, Vereine, Gruppen – und natürlich weiter Einzelpersonen. Auch die Warsteiner haben die multimediale Möglichkeit längst entdeckt.

Professioneller

Einige Erstlingswerke (vor allem aus den ersten Jahren) würde man heute sicher nicht mehr ins Netz stellen, andere Präsentationen aus oder über Warstein sind professionell gemacht und lohnen sich auf jeden Fall, in Ruhe anzuschauen.

Zu Letzteren gehören definitiv die „Hubschrauber Luftaufnahmen in Warstein“, entstanden von „WupperVideo“ während der WIM 2014. So kann man die Heimat nur selten betrachten – sechseinhalb Minuten dauert der Spaß. Dass bislang erst rund 1000 Interessierte den Film angeschaut haben, ist unverständlich.

Eine ganz andere Klick-Zahl-Dimension, mehr als 49 000, hat ein Film, bei dem gar nicht so viel passiert, erreicht; im Grunde gibt es nur ein Motiv: „An- u. Ausläuten Glocken Pfarrkirche St. Pankratius Warstein“ heißt der Streifen von „Videofilmfreund“ aus dem Jahre 2009. Der Beitrag hat eine Länge von rund sechs Minuten.

Und wenn wir schon mal bei dem kirchlichen Leben in Warstein sind: Die Schützenmesse 2013 in St. Pankratius Warstein hat „Videofilmfreund“ in zwölf Videos dokumentiert und in der Playlist „Gemeindegesang Schützenmesse Warstein“ zusammen gefasst. Wer sich beim Gesang von „Tochter Zion“ noch mal hören möchte... Noch beliebter ist das „Te Deum – Großer Gott, wir loben Dich“, das bald 59 000 Aufrufe verzeichnen kann.

„Mogel-Packung“

Warstein (der Film)“ heißt ein Beitrag aus dem Jahre 2008. Die fast vier Minuten sind zwar interessant – es handelt sich aber um eine „Mogelpackung“: Es ist lediglich eine animierte Dia-Show mit zahlreichen Motiven und dem „Sauerland“-Lied unterlegt.

Offenbar der „Klick-König“ (fast 60 000 Aufrufe) ist ein Beitrag über die Brennholz-Produktion in Niederbergheim – allerdings möchte man da das Produkt verkaufen. Genau so wie natürlich die Warsteiner Brauerei, die einen eigenen erfolgreichen Kanal bei YouTube eingerichtet hat. Eine entsprechende Videothek hat auch das Gymnasium Warstein, das dort aus dem Schulalltag berichtet. Und auch die LWL-Klinik hat einiges an Material gesammelt.

Für Narren und Eisenbahnfreunde

Auch Narren, Eisenbahn-Freude und WIM-Begeisterte kommen auf ihre Kosten und die zahlreichen Beiträge Warsteiner Gruppe im Rahmen der „Cold Water Challenge“ sind ebenfalls für immer und ewig archiviert. Bürgermeister Manfred Gödde fehlt natürlich auch nicht. Sehenswert ist eine von ihm 2006 geleitete „Bunkerführung der Bullerteichfreunde“, gefilmt von „musicman181149“.

Viel Heimat

Das Thema Heimat wird groß geschrieben, etwa beim „Heimat-Lied“ der „Räuber“ (leider nur mit Fotos angereichert). Der Vereinsring Hirschberg hat auch einen eigenen Chanel – leider gibt es da seit 2012 keinen Neuzugang mehr.

Ganz frisch ist der Beitrag der Belecker Karnevalisten mit ihrem Rosenmontagszug. Am Dienstag Nachmittag hatte ihn aber noch niemand entdeckt – wahrscheinlich mussten die Jecken erst einmal ausschlafen oder hatten (als Auswärtige) bereits den Live-Stream verfolgt, den die GBK auch im Internet angeboten hatte – natürlich auch via YouTube.

„allagen früh um fünf“

Sicher eines der ersten Videos aus dem Warsteiner Stadtgebiet wurde übrigens Ende 2007 von „sonnenblumedeluxe“ hochgeladen. Was in „allagen früh um fünf“ passierte, interessierte zwar schon über 2000 Besucher. Es ist aber stark anzunehmen, dass die Protagonisten ihr Werk heute eher nicht mehr hochladen würden...