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Vier stählerne Kolosse dem Erdreich entrissen

20.06.2007 | 08:35 Uhr

Werl. (vol) Die stählernen Kolosse sind gestrandeten Walen nicht unähnlich: Ihrem unterirdischen Schattendasein entrissen, ruhen die vier überdimensionalen Tanks der ehemaligen Shell-Tankstelle auf dem grauen Schotter an der Steinerstraße.

Seit Tagen sind Spezialfirmen damit beschäftigt, die ehemalige Shell-Station zu demontieren. Zuerst wurden die "Innereien" entfernt: Die Einrichtung der Werkstatt, die Hebebühne. In dem Shop waren es nach dem Ausräumen der Waren die Kühltruhen und die Regale, die abtransportiert wurden. Sie werden über einen eigenen "Tankstellen-Markt" weiter verkauft. Auch die Zapfsäulen - inklusive geeichter Hebepumpe - kommen zum Weiterverkauf. Zehn Jahre sind sie in Werl störungsfrei gelaufen.

Nun sind die Tanks an der Reihe, in denen der wertvolle Sprit lagerte. Nach der Schließung der Tankstelle rückten Tanklastzüge an, um die unterirdischen Behälter leer zu pumpen. Fachleute der Firma Bach legten anschließend die Tanks vorsichtig frei und hoben sie aus dem Boden.

Ein 40 000-Liter-Tank, ein 20 000, ein 5000 und ein 1000-Liter-Tank konnten bereits "gehoben" werden. Ein 40 000 und zwei 20 000-Liter Tanks warten noch auf ihre "Wiedergeburt" - von der sie aber im Prinzip nicht viel haben werden. Denn sie kommen nicht erneut zum Einsatz. Von Werl aus werden die "Dickmänner" direkt zum Schrottplatz kutschiert.

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