Vier Abstimmungen an einem Tag fordern Wahlamt heraus

Auszählung der Kommunal- und Europawahl im Wahllokal Kindergarten Niederbergheim
Auszählung der Kommunal- und Europawahl im Wahllokal Kindergarten Niederbergheim
Foto: WP
Was wir bereits wissen
70 Stunden dürften Ursula Aust und das Team vom Wahlbüro in der Woche um die Kommunalwahl gearbeitet haben. Und der nächste Wahltermin rückt bereits näher.

Warstein..  Die Kommunalwahl liegt inzwischen gut sieben Monate zurück, doch komplett abgeschlossen ist sie für Ursula Aust noch immer nicht. Die Leiterin des Sachgebiets Organisation in der Stadtverwaltung hat den Ratsbeschluss über die Gültigkeit der Wahl noch im Amtsblatt veröffentlicht und muss nun die einmonatige Frist abwarten, in der noch einmal Klagen eingereicht werden können. „Aber da habe ich keine Bedenken“, sagt sie, „es ist alles gut gelaufen.“

Mit Wahlen hat Ursula Aust schon einige Erfahrung, aber dass gleich vier Abstimmungen auf einen Termin fallen, war auch für sie und ihr Team eine Herausforderung. „Da mussten wir schon im Vorfeld viel organisieren“, blickt sie zurück. Denn während bei Stadtrats-, Kreistags- und Landratswahlen immerhin die rechtlichen Grundlagen gleich sind, gibt es bei der Europawahl einige Unterschiede. „Das fängt schon bei der Frage an, wer wahlberechtigt ist“, erklärt Aust.

Hektik nach Schließung der Wahllokale

70 Stunden dürften Ursula Aust und Kollegin Claudia Willeke in der letzten Woche bis zur Stimmabgabe gearbeitet haben, besonders lange am Wahlsonntag selbst. „Ab sieben Uhr haben wir die Wahlvorstände angerufen, um zu klären, ob alle Wahlhelfer da sind“, erzählt sie, „da gab es zum Glück keine bösen Überraschungen.“ Um 12 und um 17 Uhr wurde dann routinemäßig die Wahlbeteiligung abgefragt, zwischendurch die Briefwahlvorstände in ihre Arbeit eingewiesen – und öfter als sonst klingelte das Telefon, weil die unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen von Kommunal- und Europawahl auch bei vielen Wahlvorständen Fragen hervorriefen. „Aber da gab es keine unlösbaren Probleme“, sagt Aust.

Etwas hektischer wurde es nach Schließung der Wahllokale, als in den 20 Wahllokalen die Auszählung begann. Wahlvorstände meldeten sich mit Fragen, während schon die ersten Schnellmeldungen der Ergebnisse eintrudelten. Und als die letzten Schnellmeldungen eingingen, brachten bereits die ersten Wahlvorstände ihre Niederschriften vorbei. „Als die alle weg waren, haben wir uns erst einmal ein alkoholfreies Bier getrunken“, erzählt Aust, „als wir Feierabend gemacht haben, da war es schon Montag.“

Nächster Wahltermin steht bevor

Über die Ergebnisse haben die Mitarbeiterinnen des Wahlamts erst in den folgenden Tagen nachgedacht, zunächst stand ganz das Organisatorische im Vordergrund. Und weil auch bei der Entscheidung über den Landrat keine Stichwahl nötig wurde, kehrte relativ zügig wieder Normalität ein.

Bei ihrer Urlaubsplanung für 2015 muss Ursula Aust wieder auf einen Wahltermin Rücksicht nehmen. Am 13. September entscheiden die Warsteiner über den Bürgermeister. Kandidatenvorschläge können bis zum 27. Juli eingereicht werden. „Ungefähr Mitte August wird das Briefwahl-Geschäft beginnen“, blickt Aust voraus. Die Auszählung wird dann deutlich einfacher sein als noch in diesem Jahr. „Da bin ich mehr als zuversichtlich.“