Verkehrs-Chaos an Kanal-Baustelle garantiert

Bauarbeiten Kanalsanierung
Bauarbeiten Kanalsanierung
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Am Montag beginnen die Bauarbeiten an dem Kanal unter der Kreuzung Hauptstraße/Kreisstraße. Bereits seit Donnerstag sind die Markierungen und Ersatzampeln eingerichtet.

Warstein.. Man sieht es dem Autofahrer an, bevor er die kritische Stelle überhaupt erst erreicht hat: Der Pkw wird langsamer, der Fahrer zieht erst leicht nach rechts, dann nach links und kommt schließlich direkt vor den Warnbaken zum Stehen: Die Einrichtung der Baustelle zur Kanalsanierung an der Kreuzung Hauptstraße/Kreisstraße brachte gestern morgen so manchen Verkehrsteilnehmer ins Schwitzen.

Ab kommenden Montag, 30. März, wird die Straße in diesem Bereich geöffnet, um an den sanierungsbedürftigen Kanal zu gelangen. Dafür muss die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich geändert werden. Für Jawad Kayed war der gestrige Vormittag ein Vorgeschmack auf das, was ihn in den nächsten Wochen erwartet: „Das wird ganz heikel. Ich bin gespannt, was wir vorfinden, wenn wir die Baugrube geöffnet haben“, sagte der für die Kanalsanierung zuständige Ingenieur der Stadtwerke gegenüber der WESTFALENPOST, „die Autofahrer werden sich an einige Umstellungen gewöhnen müssen.“

Und sie werden sich wohl auch mehrfach umgewöhnen müssen, denn die Straßenführung in dem Kreuzungsbereich wechselt während der einzelnen Bauphasen. Mit Beginn der Markierungsarbeiten ist seit gestern die „normale“ Fahrspur nach Belecke im unmittelbaren Kreuzungsbereich gesperrt; unter ihr befindet sich der Kanal, der saniert werden muss.

Haltelinie neu gezogen

Autofahrer, die aus Warstein nach Belecke fahren, müssen nun den Sperrstreifen links neben der Fahrspur nutzen; dies ist seit gestern durch gelbe Markierungen so ausgewiesen. Dort wird auch die Baustellenampel eingerichtet, die ab Montag, 9 Uhr, den Verkehr während der Bauarbeiten regelt. Die Haltelinie für diese Ampel ist jedoch bereits seit gestern markiert, was dazu führte, dass einige Autofahrer bereits gestern an der gelben Linie hielten, andere wiederum bis zu ursprünglichen Haltelinie vorfuhren. „Das ist kein Problem“, meinte Kayed, der das Szenario beobachtete, „wichtig ist, dass die Autofahrer erkennen, dass sie nach wie vor an der Ampel halten müssen.“ Viele erkannten jedoch erst zu spät, dass die Rechtsabbiegespur nach Suttrop nicht dazu genutzt werden kann, um geradeaus nach Belecke zu fahren. Auf diese Weise entstanden einige waghalsige Wende- und Abbiegemanöver, als Autofahrer versuchten, von der Rechtsabbiegespur nach Suttrop in den Rechtsabbiegeverkehr auf der Kreisstraße Richtung Belecke zu gelangen.

Keine Rechtsabbiegespur ab Montag

Doch bereits Montag wird dies nicht mehr möglich sein, denn dann wird bis Gründonnerstag auch die Rechtsabbiegespur nach Suttrop komplett gesperrt. „Wir brauchen Platz für den Bagger, der die Fahrbahndecke öffnet, das geht nicht anders“, erklärt Jawad Kayed das Vorhaben. Für die Autofahrer, die aus Warstein kommen, bedeutet das: Sie müssen den Sperrstreifen nutzen, ganz gleich, ob sie geradeaus nach Belecke fahren wollen oder rechts nach Suttrop abbiegen. Kayed sieht hier vor allem ein Problem für die Lastwagen: „Ich hoffe, die bekommen die Kurve gut hin.“

Für die Fußgänger in dem Kreuzungsbereich ändert sich nicht viel, außer, dass der Weg über die Hauptstraße etwas schmaler wird, da die Baugrube sich direkt im Bereich des Fußgängerüberwegs an der Ampel befindet. „Durch die geänderte Verkehrsführung kann es natürlich immer wieder zu unvorhersehbaren Situationen kommen, deswegen sollten Fußgänger besonders aufmerksam sein“, mahnt Kayed jedoch zur Vorsicht.

Vollsperrung am 11. und 12. April

Am Wochenende des 11. und 12. April wird die Kreuzung dann komplett gesperrt, um das neue Kanalrohr einziehen zu können. Für die Autofahrer heißt das: Autofahrer, die aus Warstein nach Belecke fahren möchten, nutzen dann die Fahrspur der Gegenfahrrichtung. Aus Belecke geht es dann nur über den Schwarzen Weg, die St.-Poler-Straße und die Bilsteinstraße Richtung Kernstadt Warstein.