Verkehr bleibt heißes Thema

Oestereiden..  Bisher lasteten die Aufgaben als Ortsvorsteher, Ratsmitglied und Vorsitzender der CDU-Ortsunion Oestereiden auf den Schultern von Alfons Levenig. Letzteres Amt hat er im Rahmen der Mitgliederversammlung abgegeben. Als Nachfolger wurde Karsten Kußmann gewählt. „Ich war insgesamt 15 Jahre lang Vorsitzender, es wird Zeit, das Amt in jüngere Hände zu geben und die Aufgaben flächendeckend zu verteilen“, begründete Levenig seine Entscheidung. Schließlich sei er als Ortsvorsteher mit Arbeit ausgelastet.

Dank sagte Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Augustinowitz, der als Wahlleiter fungierte, für das 15-jährige Engagement im Vorstand. „Das ist fast so lange, wie Helmut Kohl Bundeskanzler war“, lobte Augustinowitz, dass Levenig sein Amt mit Leidenschaft ausgefüllt habe. „Sein Wort hat Gewicht in der Fraktion, darauf kann Oestereiden stolz sein.“

Ein Thema, dass Levenig (nicht nur) als Ortsvorsteher am Herzen liegt und die Oestereider auch weiter beschäftigen wird, ist die Verkehrssicherheit. „Das Problem ist nicht nur die hohe Verkehrsbelastung“, betonte Levenig. Die gerade und gut ausgebaute Ortsdurchfahrt verleitet Lkw- und Pkw-Fahrer gleichermaßen, das Gaspedal schon Mal stärker durchzudrücken. „Auf der L 536 sind in letzter Zeit vermehrt Unfälle passiert, das ist eine gefährliche Straße“, monierte Levenig. Da das Überholverbot am Ortsausgang oft ignoriert werde, komme es zu „haarsträubenden Situationen“. An Straßen NRW habe man daher Vorschläge versandt, wie man die Gefahr entschärfen könne, etwa mit einer durchgezogenen Linie ab Südstraße, auch Bürgermeister Weiken habe eine Stellungnahme abgegeben. Jetzt müsse man abwarten, wie Straßen NRW reagiert.

Beruhigung bekommen

„Daran, dass wir an einer Straße mit hoher Verkehrsbelastung wohnen, wird sich so schnell nichts ändern, aber wir versuchen über andere Wege etwas Beruhigung zu bekommen.“ Ein Ortstermin und eine Verkehrszählung, die über eine Woche läuft, seien angedacht, um auf Oestereidens Probleme aufmerksam zu machen. Schriftführer Mario Kämpfer machte den Vorschlag, eine fest installierte Blitzanlage zu beantragen.

Thema der Versammlung war außerdem die Arbeit im Kreistag – Timo Zimmermann informierte – und der Fraktion. Beherrschendes Thema der letzten Monate sei der Haushalt gewesen, führte CDU-Fraktionschef Antonius Krane aus.

Windvorrangzonen

Ferner diskutiert worden sei über den Landesentwicklungsplan. „Was uns dort besonders betrifft, sind die Windvorrangzonen. Rüthen hat gesagt, man wolle sämtliche ausgewiesenen Flächen nicht.“ Bei einer Bürger-Information solle die Stimmung sondiert werden.

Krane räumte auch ein, dass die CDU mit ihrer Position zum Hähnchenmaststall in Kneblinghausen auf wenig Gegenliebe gestoßen sei. „Es gab Widerstand im Dorf, sonst hätten wir gar nicht darüber geredet. Aber der Stall wird kommen, ob Rüthen Ja oder Nein sagt.“ Das Projekt war gestern Abend Thema im Bauausschuss (wir berichten noch).

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE