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Verbrechen in Ostönnen immer ein Thema

12.02.2009 | 19:37 Uhr

Der Mord an der damals 26-jährigen Ursula Scheiwe - in Ostönnen war er all die Jahre ein Thema.

Ortsvorsteherin Elisabeth Prolingheuer erfuhr bereits am Mittwochabend, dass die Polizei einen dringend Tatverdächtigen im Mordfall Scheiwe festgenommen hat. Auf der einen Seite sei sie froh, dass die Tat aufgeklärt worden ist. Dennoch: „Die Gedanken gehen hin und her. Was ist, wenn er es doch nicht gewesen ist?” Deshalb müsse man mit Vorverurteilungen äußerst vorsichtig sein.

Im Dorf sei der Mord immer mal wieder ein Thema gewesen, sagt Elisabeth Prolingheuer. Das kann ein ehemaliger Nachbar des Opfers, der seinen Namen nicht nennen will, nur bestätigen. „Vielleicht sitzen wir hier mit einem Mörder zusammen”, habe man zwischendurch gemunkelt, wenn man nach dem Fußball gemeinsam ein Bier getrunken habe.

Hans Peter Fischer ist Direktvermarker mit einem Stand an der B 1. So viel Betrieb wie gestern hat er schon länger nicht mehr erlebt. Kamerateams von WDR, RTL und dem ZDF haben den 46-Jährigen befragt. Er war damals fast genauso alt wie Ursula Scheiwe. „Man kennt sich ja im Dorf, ich kannte die Getötete sehr gut.” Auch der 39-jährige Tatverdächtige ist für Hans Peter Fischer kein Fremder.

Erst vor zwei Tagen habe Fischer noch mit seiner Frau über das Ostönner Verbrechen gesprochen. Im Fernsehen lief eine Sendung über ungeklärte Kriminalfälle. „Da habe ich noch gesagt: Mit der Ulla, das wird wohl nie mehr was.” Jetzt scheint der Fall aufgeklärt. Ostönnen ist erleichtert.

Birgit Helmers

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