Uwe Kaps ist neuer „Obernarr“

Rüthen..  Einen Schock versetzte Präsident Frank Föllmer den Mitgliedern der Karnevalsgesellschaft Rüthen bei der Jahreshauptversammlung. Zum Entsetzen aller verkündete er seinen Rückzug. „Seit 2009 war ich als Präsident aktiv, habe viel bewegt und viel Spaß gehabt, doch nun möchte ich mich nicht mehr zur Wahl stellen“, erklärte Föllmer. Stille und entsetzte Blicke zeugten von der unangenehmen Überraschung bei den sonst so lebendigen Narren, hatte doch niemand mit diesem Rückzug gerechnet.

Thorsten Will jetzt Vizepräsident

Die richtigen Worte versuchte Schriftführer Jens Münzel zu finden. „Du hast dem Elferrat durch deine herausragende Arbeit einen Stempel aufgedrückt,“ betonte er, bevor Föllmer mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde. Sichtlich gerührt bedankte Föllmer sich bei seiner Familie, dem Elferrat und dessen Frauen für die große Unterstützung.

Doch auch in Zukunft muss es weiter gehen, wie Münzel verkündete. Zum Präsidenten wurde der bisherige Vize Uwe Kaps gewählt. Neuer Vizepräsident wurde an dessen Stelle Thorsten Will übernehmen. Und auch Frank Föllmer wird dem Verein zur großen Freude aller als Sitzungspräsident erhalten bleiben. Als stellvertretender Kassierer wurde Bernd Fahle wiedergewählt und Jens Münzel wird weiterhin das Amt des Schriftführers übernehmen.

„Das war wirklich eine gelungene Karnevalssaison“, hatte Frank Föllmer zuvor zurückgeblickt. Begonnen hatte diese Karnevalssaison bereits im August mit dem Sommerfest im neuen Wagenbauerdomizil am Papenweg. Zusammen mit der Kallenhardter Ulkkappelle feierte die Karnevalsgesellschaft am 2. November den Frühschoppen im Gasthof Knickenberg. „Die Stimmung war hervorragend“, erinnerte sich Schriftführer Jens Münzel. Die eigentliche Saison begann dann traditionell am 11. November. Zusätzlich verteilte die Karnevalsgesellschaft an diesem Tag Berliner in den Rüthener Supermärkten und Banken, sehr zur Freude der Bürger. „Die Aktion wurde sehr gut angenommen“, freute sich Föllmer.

Viel Konkurrenz an Weiberfastnacht

Bei der Prunk- und Galasitzung der genossen auch zahlreiche Gastvereine eine gelungene Sitzung. „Wahrscheinlich müssen wir die Zahl der Gastvereine sogar reduzieren, es waren einfach zu viele“, kündigte Föllmer an. Mit den Besucherzahlen der Weiberfastnachts-Party zeigte er sich allerdings gar nicht zufrieden: „Die Konkurrenz durch Feiern benachbarter Vereine ist einfach zu groß. Da müssen wir definitiv Gespräche führen.“ Der Rosenmontag war hingegen ein voller Erfolg. Nach dem großen Umzug ging es zur Party in die Stadthalle. „Zusammen mit DJ Käpt’n Käse haben wir die Halle gerockt, es war eine rauschende Party“, erinnerte sich Frank Föllmer.

Über die Ehrung der Jubilare berichten wir noch.