Unterwegs mit dem Malteser-Mobil

Regina Smith vor dem Malteser-Mobil
Regina Smith vor dem Malteser-Mobil
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Alle zwei Wochen holt die 52-jährige Regina Smith ihre Passagiere mittwochs vom Wilkeplatz in Belecke ab. Sie arbeitet ehrenamtlich für die Malteser Warstein-Anröchte.

Belecke..  Für Regina Smith ist es eine Kleinigkeit – für die Senioren, die sie bis vor die Haustür fährt, ist ihr Dienst ein wahrer Segen. Alle zwei Wochen holt die 52-Jährige ihre Passagiere mittwochs vom Wilkeplatz in Belecke ab. Sie arbeitet ehrenamtlich für die Malteser Warstein-Anröchte. Den Älteren erspart sie damit nach dem Einkaufen oder Arztterminen einen unter Umständen beschwerlichen Weg.

Bequemer Heimweg für die Damen

11.20 Uhr: Das Malteser-Mobil fährt vor. Regina Smith steigt aus und öffnet die Seitentür des Transporters. Drei ältere Damen warten schon auf sie. Es herrscht glühende Hitze, kaum eine Wolke steht am Himmel. Umso besser, dass die Seniorinnen heute schnell nach Hause kommen. Smith holt noch kurz den kleinen Fußhocker raus, jetzt ist das Einsteigen leichter. Die Damen bedanken sich. Los geht’s.

„Die sollen sich nicht den Berg hoch quälen“, betont die Fahrerin. Für die Senioren ist der Service kostenlos. „Wir wissen das sehr zu schätzen und machen viel Werbung dafür“, freut sich eine der Passagierinnen. Smith ist das Ehrenamt wichtig. „Man kann nicht immer nur sagen, dass andere was tun müssen, man muss auch selber was tun“, findet sie. „Mir macht es Spaß und ich lerne nette Leute kennen.“ Der Aufwand sei gering. „Ich bin noch nicht mal ‘ne Stunde unterwegs“, erklärt die Beleckerin.

Die Fahrt dauert tatsächlich nicht lang. Über Beleckes Ortsgrenzen geht sie nicht hinaus. Nach 10 Minuten kann die erste Dame aussteigen. „Vielen Dank, auf Wiedersehen.“ Und weiter. „Das Ehrenamt ist eine Chance für jeden“, fährt Smith fort, während sie den Wagen durch das Wohngebiet lenkt. Ihrer Meinung nach könnten sich mehr Leute engagieren. „Ich finde es schade, dass in der Gesellschaft immer nur auf den Profit geachtet wird.“

Sie selbst trat den Maltesern vor 25 Jahren bei, blieb aber passives Mitglied. Das änderte sich vor einem Jahr. „Ich hab’ in der Zeitung gelesen, dass Fahrer gesucht werden“, erinnert die 52-Jährige sich zurück. Da habe sie sich gemeldet. Ihre Großmutter war bei den Maltesern, genauso ihre Mutter – zwei ihrer Söhne sind auch schon im Verein. Der Wagen biegt ab und erreicht sein zweites und für heute letztes Ziel. Die beiden Damen steigen gemeinsam aus. Alle verabschieden sich.

Nächste Woche ist ein anderer Fahrer dran. Die Ehrenamtlichen wechseln sich im wöchentlichen Rhythmus ab. Zukünftig möchten die Malteser ihren Dienst auch freitags anbieten. Sie suchen deshalb nach ehrenamtlichen Fahrern und sind für jede Unterstützung dankbar. Smith kann es nur empfehlen: „Da kommt ganz viel Dankbarkeit zurück.“