Über das Leben und Sterben sprechen

Kreis Soest..  Das Thema Tod ist zwar allgegenwärtig, dennoch gehört es in der heutigen Zeit zu den großen Tabus. Aber: Es ist wichtig, sich darüber Gedanken zu machen. Gelegenheit dazu gibt die Veranstaltung „Dem Tabu begegnen“ im St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim. Am Dienstag, 21. April, erläutern Referenten Standpunkte zu einem menschenwürdigen Sterben und laden das Publikum zum Austausch ein. Die Vorträge beginnen um 18.45 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Hemmschwellen abbauen

Niemand spricht wirklich gern über das Sterben. „Es geht uns darum, sich dieser Hemmschwelle zu stellen. Denn Sterben gehört zum Leben“, sagt Daniel Robbert. Er ist Ethikberater im Katholischen Hospitalverbund Hellweg, dem auch das St. Elisabeth Wohn- und Pflegeheim angeschlossen ist. Der Hospitalverbund beteiligt sich mit insgesamt vier Veranstaltungen an der bundesweiten Aktion „Woche für das Leben“, einer Initiative der evangelischen und katholischen Kirche. „Gemeinsam mit interessanten Referenten und Diskutanten wollen wir in den Einrichtungen unseres Verbundes im wahrsten Sinne ‚Grenzerfahrungen‘ machen“, so Robbert.

Der Auftakt dazu findet im St. Elisabeth Wohn- und Pflegheim in Möhnesee-Körbecke statt. Hier halten Pfarrer i.R. Johannes Sprenger aus Bad Wünnenberg und Monika Schwietzer von der Hospizbewegung Kreis Warendorf e.V. jeweils einen Impulsvortrag. Pfarrer Sprenger gibt eine christliche Sicht auf den Wert und Würde des Menschen am Ende des Lebens. Über Möglichkeiten der palliativen Versorgung informiert Monika Schwietzer. Beide Referenten möchten mit ihren Beiträgen zur Diskussion anregen.

Denn im Vordergrund der Veranstaltung steht ganz bewusst der Austausch mit dem Publikum. Damit ist dann ein erster Schritt getan, das „Tabu zu brechen“ und sich zu trauen, über das Sterben zu reden.