Traditioneller Markt gut besucht
05.11.2009 | 18:07 Uhr 2009-11-05T18:07:00+0100Soest. Dunkle Wolken ziehen über die Stadt, bedrohen den traditionellen Pferdemarkt der Allerheiligenkirmes. Ein guter Geist scheint sie wegzupusten. Um 9 Uhr strahlt die Sonne mit den Marktbesuchern um die Wette.
Sie erfreuen sich wie immer an dem vielfältigen Angebot zwischen Walburger Unterführung und dem Osthofentor. Eine leckere Bratwurst und das erste Bullenauge gehören zum Start für den Rundgang. Die fliegenden Händler lassen nichts unversucht, ihre Waren an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Wer sich für Gemüsehobel interessiert erfährt von der neuen Konkurrenz der Kaufleute: QVZ. „Kaufen Sie dort nicht, die Angebote sind wesentlich teurer als bei uns”, sind sich alle „Hobelhändler” einig. Die Kunden interessiert es wenig, sie ziehen weiter zum nächsten Stand.
120 Buden
Das Angebot der cirka 120 Buden ist wie in jedem Jahr reichhaltig: von Grußkarten über Nostalgiebonbons, Hosenträger, Lederwaren, Putzmittel, Sekundenkleber, Hüten, Kräutertee, Mützen und jeder Menge Haushalswarenartikel bis zu T-Shirts und Filzpantoffeln. Die Holländer dürfen natürlich nicht fehlen. Ihre großen Kisten sind prall gefüllt mit Blumenzwiebeln. Tulpen, Narzissen, Märzenbecher, Lilien, Krokusse, Anemonen und Amaryllis - es gibt alles was das Gärtnerherz begehrt.
Die modernsten Landmaschinen faszinieren die Bauern aus der Umgebung. Sie fachsimpeln mit den ausstellenden Firmenvertretern über die Funktionen der riesigen Gerätschaften, die einen großen Teil des Marktes ausmachen. Wer es lieber nostalgisch liebt, findet schmucke Oldies in der Nähe der Walburger Unterführung.
Marktschreier
Am Osthofentor sind wie immer die Marktschreier platziert: Käse-Rudi, Obst-Uwe und Wurst-Achim sind super in Form, bieten jede Menge lockere Sprüche und Leckereien für gutes Geld an - die Marktbesucher sind begeistert. Vor allem die gut gefüllten Obstkörbe für zehn Euro finden reißenden Absatz. In unmittelbarer Nachbarschaft stehen zur Freude der jüngsten Marktbesucher tatsächlich wieder einmal ein paar Pferde. Sie sind gutmütig, lassen sich gerne streicheln. Ihnen gegenüber dreht das Schätzpferd „Hubert” seine Runden. Hier können die Besucher zusätzliches Kirmesgeld gewinnen. Der Wallach bringt 1014 Kilo auf die Waage. Das schätzt Lothar Lasinski aus Wegberg richtig ein und gewinnt 500 Euro. Über 300 Euro freut sich Marlies Schöne aus Allagen (1013,4 Kilo), Reinhold Kaßner aus Soest hat 150 Euro Kirmesgeld mehr. Er wurde aus mehreren Schätzungen (1015 Kilo) ausgelost. Nach dem Pferdemarkt wird auf der Kirmes weiter gefeiert. In Karussells, Cafe´s und Gaststätten ist die Stimmung super.
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