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Silvesterlauf 2012

Torsten Graw gewinnt beim Silvesterlauf Werl/Soest das Duell der Trainingspartner

31.12.2012 | 21:39 Uhr
Torsten Graw (rechts) gewann den Silvesterlauf von Werl nach Soest vor Thorben Dietz.Foto: Thomats Nitsche

Soest.   5300 Teilnehmer verzeichnete die 31. Auflage des Silvesterlaufes von Werl nach Soest. Während bei den Herren Torsten Graw bei seiner Premiere wie erwartet siegte, überraschte bei den Damen bei ihrem ersten Start Nina Stöcker. „Eine klasse Premiere. Ich komme gerne wieder“, sagte Graw.

Kurz hinter dem Dorf Ampen, elf schnelle Kilometer stecken Torsten Graw (ASV Duisburg) und Thorben Dietz (LG Dorsten) bereits in den Beinen, entscheidet sich die 31. Auflage des Silvesterlaufes von Werl nach Soest. Hier, wo die Zuschauer eher versprengt am Rand der Bundesstraße 1 stehen, die sich in Richtung Soest leicht erhebt.

„Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns eigentlich gut ergänzt“, sagt Graw später, „aber ich habe gemerkt, dass es bei mir noch ordentlich läuft.“ Also verschärft der 21-jährige Bottroper das Tempo, setzt sich entscheidend ab von seinem Trainingspartner, mit dem er seit sieben Kilometern das Spitzenduo bildet – und reißt vier Kilometer später als Sieger nach 45:59 Minuten auf dem Soester Marktplatz die Hände in die Höhe. Dietz spurtet 17 Sekunden später über die Ziellinie. Auf Platz drei läuft mit deutlichem Abstand Michael Ruhe (LG Olympia Dortmund/48:04).

„Ein Rennen am Limit“

„Eine klasse Premiere für mich“, sagt Graw, „ich komme gerne wieder.“ Was nicht nur an seinem Sieg liegt, sondern auch an der Atmosphäre beim Start in Werl, auf der 15 Kilometer langen Strecke und bei der Zielankunft in Soest. „Als ich in die Stadt reingelaufen bin“, sagt er, „habe ich die super Stimmung erst so richtig wahrgenommen.“

Silvesterlauf
Sinkende Teilnehmerzahl kein Problem

Zum 31. Mal wurde der Silvesterlauf von Werl nach Soest mittlerweile ausgetragen. Zwar nahmen diesmal insgesamt „nur“ 5300 Aktive teil, doch nun von einer Krise zu sprechen, wäre falsch.

Obwohl abgekämpft, weicht Graw, der ab dem 1. Januar ebenfalls für die LG Dorsten startet, und Dietz auf dem Marktplatz der alten Hansestadt ein zufriedenes Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. „Es war ein Rennen am Limit“, erklärt der 23-jährige Dietz. Seine Bestzeit über 10 Kilometer lag bis Soest-Werl bei 31:14 Minuten. Doch diesmal fliegt die Markierung mitten in Ampen bereits nach 30:48 Minuten an ihm und Graw vorbei. „Die Zeit ist sehr gut für beide“, sagt daher auch Trainer Leo Monz-Dietz im Ziel.

Zufrieden mit ihrer Zeit zeigt sich auch Nina Stöcker (LG Ratio Münster), die bei den Damen in 55:19 Minuten vor Dr. Franziska Stebner (LC Paderborn/57:57) und der Warsteinerin Luciene Cramer (Laufladen Endspurt/58:47) siegt. Der Damen-Titel bleibt somit im Siegerland, da ein Jahr zuvor Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) in Soest jubelte und die 20-jährige Stöcker aus Erndtebrück stammt.

Nina Stöcker bei der Siegerehrung.Foto: Thomas Nitsche

„Ich habe sie beim Start an mir vorbei huschen sehen“, sagt Stebner, „das sah so leicht und locker aus, da wusste ich, dass sie den Lauf heute gewinnen wird.“ Stöcker, die vor kurzem zum Jura-Studium nach Münster zog, erklärt von Platz eins überrascht: „Ich habe gar nicht auf irgendwelche Konkurrentinnen geschaut, aber es hat super Spaß gemacht.“

Den 5-Kilometer-Lauf von Ampen nach Soest entschieden Leif Gunkel (SC Fretter/15:42 Minuten) und Laura Voß (LAZ Soest/20:14 Minuten) für sich. Insgesamt nahmen 5300 Läufer, Walker, Nordic Walker und Wanderer am größten Silvesterlauf Deutschlands teil. Begünstigte der 31. Auflage der Veranstaltung für den guten Zweck sind das Projekt Archemed, der Kindergarten Hultrop und der Förderverein des THW Kreis Soest.

Silvesterlauf von Werl nach Soest

Organisator Ingo Schaffranka zufrieden

„Ich bin zufrieden“, erklärt Organisator Ingo Schaffranka nach der Siegerehrung. „Natürlich wünschen wir uns mal wieder eine höhere Teilnehmerzahl, aber wir klagen auf hohem Niveau.“ Sein stets größter Wunsch sei diesmal allerdings nicht in Erfüllung gegangen, sagt Schaffranka grinsend: „Ein packendes Duell bis zur Ziellinie.“

Falk Blesken



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