Tiere und ihre Freunde suchen ein Zuhause

Für sie suchen die Warsteiner Tierfreunde ein Zuhause: Manuela Mathe, Tanja Schannath und Carmen Jesse mit der etwa vierjährigen Katze Erika.
Für sie suchen die Warsteiner Tierfreunde ein Zuhause: Manuela Mathe, Tanja Schannath und Carmen Jesse mit der etwa vierjährigen Katze Erika.
Foto: WP

Warstein..  Sie fühlt sich schon als heimliche Königin der Praxisräume von Tierärztin Dr. Elisabeth Weber. Majestätisch schreitet Katzendame Erika durch den Eingangsbereich, scheint zu spüren, dass sie hier an diesem Morgen im Mittelpunkt steht. Schließlich suchen die Warsteiner Tierfreunde ein neues Zuhause für die rund vierjährige Tigerkatze.

„111 streunende Katzen haben wir, seit wir am 4. Oktober den Verein gegründet haben, bis Mitte Januar eingefangen und kastrieren lassen“, zieht Manuela Mathe eine positive Bilanz. Ein Teil der Tiere wurde anschließend wieder frei gelassen, 50 Katzen konnten – gegen eine Schutzgebühr – in ein gutes Zuhause vermittelt werden.

Zusammenarbeit mit Behörden

„Wir arbeiten eng mit der Polizei und dem Ordnungsamt zusammen, was gut klappt“, betont die Tierfreundin. Auch mit dem Tierschutzverein Lippstadt und Umgebung arbeitet man eng zusammen. Von den heimischen Behörden bekommt der Verein beispielsweise Fotos von Hunden, die beim Spaziergang oder aus dem Garten ausgebüxt sind und von aufmerksamen Bürgern eingefangen wurden. Diese Bilder postet der Verein auf seiner Facebook-Seite. „Das klappt wirklich gut. Die meisten Hunde können noch am gleichen Tag ihren Herrchen zurück gegeben werden.“

Um weiterhin so effektiv und erfolgreich arbeiten zu können, wird von den Tierfreunden dringend ein kleines Gebäude gesucht, in dem sie die Katzen unterbringen können. Derzeit sind diese in den Räumen der Tierarztpraxis Weber untergebracht. Keine dauerhafte Lösung. „Damit wir das Einfangen der Streuner auch in diesem Jahr weiter durchziehen können, brauchen wir dringend ein Gebäude, wo wir sie unterbringen können“, betont Carmen Jesse.

Denn streunende Katzen gibt es (leider) im Stadtgebiet genug. Gerade in Gewerbegebieten finden sich immer wieder große Katzen-Populationen, die immer weiter anwachsen würden, wenn die Tiere nicht eingefangen und kastriert würden – das einzige Mittel, um dem Problem Herr zu werden. „Wir haben schon viele Anfragen von aufmerksamen Anwohnern. Aber um anfangen zu können, fehlt uns einfach der Platz“, bedauert Carmen Jesse. „Hier haben die Vermittlungskatzen die Plätze eingenommen“, erläutert Tanja Schannath. „Und bei diesem Wetter kann man die kastrierten Streuner nicht sofort wieder raussetzen.“

Nicht nur ein Zuhause suchen die Tierfreunde für sich und ihre Schützlinge, sondern auch neue Mitglieder – derzeit gehören dem Verein 14 Mitglieder an – und Futterspenden. Auch Sachspenden, wie Decken, Körbchen und Halsbänder, oder Geldspenden können den ehrenamtlichen Tierschützern helfen.

Trödelmarkt geplant

„Ab März, April wollen wir einen Trödelmarkt machen, es muss ja Geld reinkommen“, meint Carmen Jesse. Hier soll nicht nur alles rund ums Tier angeboten werden, sondern auch selbst gebastelte Dekorationen oder gespendeter Trödel, der zugunsten der Tiere weiterverkauft werden darf.