Thomas Tepper ist König in Kneblinghausen

Vogelschießen in Kneblinghausen:Am Ende stehen Thomas und Silvia Tepper als Königspaar fest.
Vogelschießen in Kneblinghausen:Am Ende stehen Thomas und Silvia Tepper als Königspaar fest.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Die Glocke schlug punkt 12 Uhr und damit war auch für den Vogel High Noon. Nach einem ebenso kurzen wie kurzweiligen Vogelschießen stand Thomas Tepper (46) als neuer König der Schützenbruderschaft St. Nikolaus Kneblinghausen fest.

Kneblinghausen..  Die Glocke schlug punkt 12 Uhr und damit war auch für den Vogel High Noon. Nach einem ebenso kurzen wie kurzweiligen Vogelschießen stand Thomas Tepper (46) als neuer König der Schützenbruderschaft St. Nikolaus Kneblinghausen fest. Er kommt aus Geseke, was die Schützen bezüglich der Marschwege vor ein erhebliches logistisches Problem gestellt hätte. Er ist aber mit einem Kneblinghauser Mädchen verheiratet. Und so fand das Abholen zum Festumzug am Nachmittag dann an Silvia Teppers direkt neben der Kapelle gelegenen Elternhaus statt.

Eigentlich glänzten die Kneblinghauser Schützen nicht durch übermäßige Treffsicherheit. Darauf lässt jedenfalls schließen, dass es satte 62 Schuss brauchte, bis der Adler die letzte Insignie fallen ließ. Sogar Andreas Klesper, Kapellmeister des Musikvereins Suttrop, der seit 1998 dem Schützenfest in Kneblinghausen Klang verleiht, reihte sich in die beachtliche Reihe der Aspiranten um Krone, Zepter und Apfel ein.

Trotzdem: Es dauerte insgesamt nur 45 Minuten und 122 Schuss bis auch der letzte Rest des namenlosen, traditionell von Franz Skrotzki mit seinen mittlerweile über 80 Jahren gebauten Adlers die Flügel streckte. Dies allerdings ist nur bildlich zu verstehen, denn von diesen war zuletzt nichts mehr zu sehen. Sie hatten bereits im Vorfeld nach Schüssen von Dirk Müchler und eben Thomas Tepper den Abflug gemacht. Bis der Vogel förmlich filetiert war und die Lage daher wirklich brenzlig wurde, hatte Tepper in Antonius Dünschede, Manfred Erdmann und Dirk Mücheler hilfreiche Unterstützer, die sich aber in genau dieser Reihenfolge verabschiedeten.

Splittergruppe im Kugelfang

Um den Rest der Splittergruppe im Kugelfang kümmerte sich dann Thomas Tepper. Dabei konnte sich der selbstständige Heizungsbauer auf die wohlmeinenden Ratschlägen unter anderem des Bürgermeisters verlassen. „Die Schraube ist links schon frei; jetzt muss der Vogel sich nur noch drehen, dann fällt er“, meinte Peter Weiken. So ähnlich geschah es auch. „Irgendwann ist man dran“, kommentierte Königin Silvia die Frage danach, ob sie und ihr Mann sich vorgenommen hätten, Königspaar zu werden. Mit den beiden freuen sich die Kinder Luis (9) und Kris (6).

Beim Schützenfrühstück hatte sich die Bruderschaft mit einer Wappentafel von ihrem Präses Pastor Dieter Moors verabschiedet. Dieser verlässt bekanntlich den Pastoralverbund Rüthen. Den Rahmen lieferte ein wirklich royales Frühstück, nahmen daran doch die Kaiser Alfred Schlüter (Kneblinghausen), Leo Schulte (Meiste), und Christoph Berle (Suttrop) sowie die Könige Andreas Rickert (Kneblinghausen) und Thorben Müller (Jungschützen Suttrop) teil.